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Georgier fälschte EU-Dokumente und gab sich als Grieche aus

Vom Zug in die U-Haft: Falscher Grieche bei der Arbeit

Einen angeblichen Griechen kontrollierten Beamte der Fahndungsgruppe auf seiner Zugreise von München nach Salzburg. Der Mann entpuppte sich als Georgier. Jetzt sitzt er erstmal in U-Haft.

Foto: dpa/Patrick Pleul

 

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Freilassing – Mit einer griechischen Identitätskarte wies sich am vergangenen Wochenende ein Zugreisender auf der Fahrt von München nach Salzburg gegenüber Beamten der Schienenfahndung aus. Der Mann behauptete wiederholt und hartnäckig, griechischer Staatsbürger zu sein und in Offenbach zu wohnen. Eine Suche im Ausländerzentralregister bestätigte zunächst auch die Aussage: Der Reisende hatte sich vor zehn Monaten mit den griechischen Personalien bei den Behörden der Stadt Offenbach angemeldet. Zudem war er im Besitz einer Bankkarte einer Offenbacher Bank. 

Die Fahnder erkannten jedoch schnell, dass das Dokument mehrere Fälschungsmerkmale aufwies. Eine nähere Durchsuchung des Mannes und seines Koffers bestätigte schließlich den Verdacht: Darin fanden die Beamten die rechtmäßigen Dokumente, die den Mann als einen in Italien wohnhaften Georgier auswiesen. Er gab zu, sich die falschen EU-Papiere besorgt zu haben, um leichter nach Deutschland zu gelangen und hier in Offenbach als Bauarbeiter arbeiten zu können.

Der Georgier wurde wegen mehrerer Vergehen, darunter Betrug und Urkundenfälschung, angezeigt und der Ermittlungsgruppe übergeben. Diese führte ihn beim zuständigen Ermittlungsrichter vor, der einen Haftbefehl gegen den Georgier erließ.