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Kreisfachberater Sepp Stein (l.) mit dem neu gewählten Vorstand des Gartenbauvereins (v.l.): Beisitzerin Melanie Kranawetvogl, 2. Kassier Manuela Keilhofer, Beisitzerin Lydia Kreidler, 2. Vorsitzende und 1. Kassier Lisa Halmich, 1. Vorsitzender Nikolaus Russegger, 2. Schriftführerin Elfi Angerer, Kreisvorsitzender Anderl Lexhaller, Kassenprüferin Heidi Sulzauer, Baumwart Sepp Wanka und 1. Schriftführerin Monika Angerer.
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Praktische Tipps für den heimischen Garten gab es beim Veredelungskurs mit Kreisfachberater Sepp Stein (l.). (Fotos: privat)

Die Gartler verschönern das Ortsbild

Marktschellenberg – Nach zweijähriger Pandemie-bedingter Pause trafen sich die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Marktschellenberg wieder zur Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Nikolaus Russegger freute sich sehr, viele Interessierte im Veranstaltungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Marktschellenberg von Angesicht zu Angesicht begrüßen zu können.


Nach dem Totengedenken berichtete Schriftführerin Monika Angerer über das Vereinsleben der vergangenen zwei Jahre. Trotz der Einschränkungen konnten einige Aktivitäten, wie etwa die Pflege des Schulgartens, verschiedene Bepflanzungen im Ort, die Anlage eines neuen Staudenbeetes oder auch die jährliche Ernte der Birnen mit den Kindern der Grundschule verwirklicht werden. Lisa Halmich informierte mit dem Kassenbericht die Mitglieder über die Ausgaben und Einnahmen des Vereins. Die Kassenprüferin Heidi Sulzauer und Monika Reif hatten nichts zu beanstanden.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Lochner lobte den Verein für seine vielfältigen Aktivitäten und seinen wichtigen Beitrag zum Erscheinungsbild des Ortes. Dem schloss sich auch Kreisvorsitzender Anderl Lexhaller an und betonte, wie wichtig die Obst- und Gartenbauvereine auch in Zukunft sein werden.

Ebenso freute sich der Kreisvorsitzende über die äußeren Rahmenbedingungen, denn eigentlich war er es gewöhnt, dass zu dieser Zeit im »inneren Landkreis noch Schnee liegt, und heute stehen die Geranien am Tisch und draußen grüßt das Frühjahr.«

Im Anschluss ehrte Nikolaus Russegger einige Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit: Erna Uhl und Franz Heger (25 Jahre), Stefan Angerer (40 Jahre) sowie Maria Köppl, Andreas Hafner und Josef Brandner (60 Jahre).

Neuwahlen standen bei der Jahreshauptversammlung ebenfalls auf der Tagesordnung. Russegger dankte hier zunächst seinem Stellvertreter Hans Kranawetvogl für seine Arbeit in den vergangenen Jahren, da er für eine weitere Amtszeit nicht mehr kandidierte. Unter der Leitung von Anderl Lexhaller wurden die Wahlen zügig durchgeführt.

Jeweils einstimmig gewählt wurden: 1. Vorsitzender Nikolaus Russegger, 2. Vorsitzende und 1. Kassier Lisa Halmich, 2. Kassier Manuela Keilhofer, 1. Schriftführerin Monika Angerer, 2. Schriftführerin Elfi Angerer, Baumwart Sepp Wanka, als Beisitzer Melanie Kranawetvogl, Manuela Keilhofer und Lydia Kreidler sowie als Kassenprüfer Heidi Sulzauer und Monika Reif. Der Vorsitzende bedankte sich für das Vertrauen; er hob im speziellen die Bedeutung eines Baumwartes im Verein hervor und lobte die gute Arbeit von Sepp Wanka. Außerdem verwies er auf den Veredlungskurs, der am Folgetag stattfinden sollte. Kreisfachberater Sepp Stein nahm in seinem Vortrag über »Nichtheimische Pflanzen in Garten und Landschaft« die Anwesenden auf eine Reise in die Vergangenheit mit. Vor vielen Millionen Jahren war nach seiner Schilderung der Ginko in der Region heimisch, das Getreide erst seit etwa 7 000 Jahren.

Ebenfalls betonte er, dass sehr oft mit dem Prädikat »Pflanzen aus der Heimat« geworben werde, obwohl viele dieser Pflanzen gar nicht heimisch sind. In diesem Zusammenhang erläuterte Stein ebenso den Begriff »Neophyten«, also Pflanzen, die im Zeitraum seit der Entdeckung Amerikas 1492 »bei uns absichtlich oder versehentlich eingeschleppt wurden«.

Ein sehr bekannter Neophyt ist etwa die Kartoffel, die Geranie kommt ursprünglich aus Südafrika. Auch auf invasive Neophyten, wie Ambrosia, den japanischen Staudenknöterich oder das Springkraut ging der Kreisfachberater ausführlich ein und erläuterte die Vor- und Nachteile der verschiedenen Pflanzen. Sein Fazit: Nur circa ein Prozent der nicht-heimischen Pflanzen »machen auch wirklich Probleme«.

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