Bildtext einblenden
Auch die Eltern der Grundschüler sprachen sich im Rahmen einer Befragung für Jugendsozialarbeit aus. (Foto: Lena Klein)

Jugendsozialarbeit in Piding

Piding – An der Grundschule Piding soll noch in diesem Jahr einen Stelle für Jugendsozialarbeit geschaffen werden. Dafür stimmten die Jugendhilfeausschussmitglieder am Dienstagnachmittag.


Vorausgegangen war dem Beschluss ein Antrag der Schule im vergangenen Jahr. Bei den über 180 Kindern würden viele eine sozial-emotionale Störung zeigen beziehungsweise verhaltensauffällig sein. Während der Pandemie habe sich die Situation weiter zugespitzt, wie auch in vielen anderen Städten und Gemeinden. So wurden dem Jugendamt in seinem Zuständigkeitsbereich Suizidversuche gemeldet, zahlreiche Kinder würden auch an einer Depression leiden. Das teilte der Leiter des Arbeitsbereichs Jugendarbeit, Prävention und Familienförderung, Klemens Mayer, mit.

Auch wenn das Amt für Kinder, Jugend und Familien mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten hilft, werde dies dem Bedarf nicht mehr gerecht.

Während der Bedarfsermittlung habe man auch die Eltern der Grundschulkinder befragt: Von 187 Eltern beteiligten sich 154, das entspricht einem Anteil von 82 Prozent. 117 Eltern, also 75,9 Prozent, sprachen sich für die Einführung von Jugendsozialarbeit aus. Mit Schaffung der Stelle sollen laut Landratsamt »die Chancen der problembelasteten Kinder auf eine angemessene Förderung sichergestellt werden«.

Kinder sollen dabei unterstützt werden, ihre Verhaltensauffälligkeiten und Defizite zu kompensieren. »Es geht aber auch darum, schon in der Grundschule frühzeitig einem Prozess entgegenzusteuern, dass ein nicht unerheblicher Anteil von jungen Menschen in unserem Landkreis die Schule ohne positive Zukunftsperspektive verlässt«, so Mayer. Im Landkreis werden aktuell 19 Schulen mit Jugendsozialarbeit unterstützt.

Lena Klein