Mehrere Haftbefehle und Drogenfund: Fahnder im Zug erfolgreich

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Foto: dpa/Symbolbild

Piding – In den frühen Morgenstunden des 19. Oktober wurde im Railjet von München nach Salzburg ein 25-jähriger wohnsitzloser Bremer auf seinem Weg nach Wien durch Fahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding kontrolliert. Im Wissen, dass einige Staatsanwaltschaften nach ihm suchten, händigte er seinen Reisepass sehr zögerlich aus. Bei einer Überprüfung im Fahndungsbestand der Polizei wurden dann drei Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Bremen, Zwickau und Dresden wegen unterschiedlicher Delikte festgestellt.


Gegen Bezahlung der geforderten Geldstrafe von insgesamt mehreren Tausend Euro hätte er seine Reise fortsetzen können. Doch da seine Barmittel sehr begrenzt waren, musste er durch die kontrollierenden Beamten festgenommen und zur Verbüßung seiner Ersatzfreiheitsstrafe für die nächsten 225 Tage in die JVA Traunstein eingeliefert werden.

Am Abend des gleichen Tages wurde im Nachtzug von München nach Rom ein 31-jähriger Messebauer aus Brandenburg auf seinem Weg zu seiner Arbeitsstelle in Rimini kontrolliert. Während dieser Kontrolle wurde er zunehmend nervöser, worauf er nach verbotenen Gegenständen befragt wurde.

Er händigte daraufhin sofort ein Tütchen mit 0,2 Gramm Marihuana aus. Nachdem ihm erklärt wurde, dass auch sein mitgeführtes Reisegepäck durchsucht werde, kramte er selbst in seiner Reisetasche und händigte eine kleine Box mit weiteren 13,3 Gramm Marihuana aus. Eine abschließende Durchsuchung seiner mitgeführten Sachen erbrachte dann keine weiteren Betäubungsmittel.

Die ausgehändigten Rauschmittel wurden sichergestellt. Nach der Belehrung zu seinem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und einer Vernehmung zum festgestellten Sachverhalt konnte der Brandenburger seine Reise Richtung Italien fortsetzen. Die Anzeige wegen einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz wird an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergegeben.

fb/red