82-jähriger Einheimischer stirbt am Hirschwieskopf

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Foto: BRK BGL

Ramsau – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren während der vergangenen Tage bei drei Einsätzen gefordert, wobei sie am Donnerstagabend gemeinsam mit der Bergwacht Berchtesgaden, der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers und der Polizei einen am Hirschwieskopf von seiner Frau vermissten 82-jährigen Einheimischen suchen mussten, der dann tot am Fuß einer Felswand gefunden wurde.


Als gegen 18 Uhr der Notruf von der Grieshütte aus einging, da die Frau ihren Mann, der im Aufstieg vorausgegangen war, nicht am Gipfel finden konnte, klärten die Einsatzkräfte die genaue Lage vor Ort ab, wobei ziemlich sicher war, dass der Mann noch am Hirschwieskopf sein musste. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers flog mit zwei Berchtesgadener Bergrettern den Steig über die Sigeretalm bis zum Gipfel ab, wo die Retter dann einen Eintrag des Vermissten im Buch fanden.

Der Heli suchte anschließend mit zwei Ramsauer Bergrettern den Steig übers Trischübel ab und setzte die Retter dort ab, die von dort aus am Boden weitersuchten. Zwei weitere Ramsauer Bergretter fuhren mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) bis oberhalb der Grieshütte. Die Bergwacht Berchtesgaden suchte den Wandfuß des Hirschwieskopfs zur Sigeretalm per Drohne ab und fand den Mann dort abseits des Steigs in rund 1.860 Metern Höhe. Zwei Bergretter gingen zu Fuß zum Patienten und der Heli setzte den Notarzt per Winde ab, wobei die Einsatzkräfte nichts mehr für den Verstorbenen tun konnten.

Neun Ramsauer Bergretter waren bis 21 Uhr gefordert, wobei der Heli alle Einsatzkräfte noch im letzten Tageslicht ins Tal zurückflog. Die Bergwacht Berchtesgaden, ein Polizeibergführer und die Besatzung eines Polizeihubschraubers mussten den 82-Jährigen dann am Freitagvormittag bergen und ins Tal fliegen. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich bereits während der Suche um die betroffenen Angehörigen.

 

fb/red

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