weather-image

Auch Ramsauer »Provisorium« macht Corona-Pause

3.4
3.4
Bildtext einblenden
So kennt man das »Provisorium«, das heuer eine Spielpause einlegen wird. (Foto: privat)

Ramsau – Corona verordnet auch der Ramsauer Laienbühne »Provisorium« ein Pausenjahr. Für den guten Zweck gesammelt wird aber trotzdem.


Ist ein Gartenzwerg – noch dazu ein Musikgartenzwerg – ein menschliches Wesen, kann er ermordet werden? Schenkt eine indische Wunderblume Frauen reine Haut und Männern straffe Muskeln? Dies waren die letztjährigen Fragestellungen der mittlerweile 29-jährigen Herbstspielzeit des Ensembles auf den Brettern, die auch im Bergsteigerdorf die Welt bedeuten.

Anzeige

Doch im Ensemble ist man der Auffassung, dass es verantwortungslos und unter den derzeitigen Umständen auch gar nicht zulässig wäre, die Aufführungen heuer im Ramsauer Rathaussaal wie immer stattfinden zu lassen. So hat man sich für eine Spielpause entschieden.

»Auch wir Schauspieler des ›Provisoriums‹ müssen der aktuellen Situation Rechnung tragen, sind verständlicherweise nicht glücklich über die Situation, wollen aber durch die heurige Spielpause auch unseren Beitrag zur Erhaltung von Gesundheit und Wiedererlangung von Normalität leisten«, sagt Rudi Fendt.

Betroffen von der Spielpause sind auch die Spendenaktionen für Indien, Afrika und die Heimat. Denn es ist Tradition, dass alle Spenden nach Abzug der Unkosten des Ensembles weitergegeben werden, was heuer nicht der Fall sein kann. Aus diesem Grund würden sich die Ramsauer Laienbühne über freiwillige Spenden des langjährigen treuen Publikums für diesen Zweck freuen.

Diese können unter dem Stichwort »Spenden Provisorium 2020« auf das Konto der Gemeinde Ramsau (siehe Homepage) überwiesen werden. Rudi Fendt verspricht: »In einer so noch nie da gewesenen Situation wollen wir weiterhin Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Das Ensemble wird diese Spenden heuer ungefiltert weitergeben.« Nun hofft das Ensemble auf eine Spielmöglichkeit im 30. »Provisoriums«-Jahr. fb

Mehr aus Ramsau