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So sieht der geänderte Bebauungsplan für das Hotel »Rehlegg« und das dazu gehörige Wohngebiet aus. Die geplanten Wohngebäude sind ausschließlich für Hotel-Beschäftigte vorgesehen. (Repro: Thomas Jander)

Bebauungsplan Rehlegg soll vorankommen

Ramsau – Die zweite Änderung wird vor der ersten gemacht und soll das Verfahren deutlich schneller ins Ziel bringen: Das ist quasi die Kurzfassung von dem, was der Ramsauer Gemeinderat in Sachen Bebauungsplan Rehlegg beschlossen hat. Denn: »Es dauert schon sehr, sehr lange«, wie Bürgermeister Herbert Gschoßmann einräumte.


Die erste Änderung des Bebauungsplans, der aus dem Jahr 2006 stammt, wurde vergangenes Jahr angegangen; das Wohngebiet und das Sondergebiet Hotel sollten zusammengefasst werden. »Das war allerdings sehr schwer«, rief Geschäftsleiter Martin Willeitner in Erinnerung. Zur Beschleunigung soll nun zunächst die zweite Änderung gemacht werden, die sich nur auf das Wohngebiet bezieht: »Wir wollen das entzerren und vom Fleck kommen.«

Deutlich größereBaugrenzen

Stadtplaner Andreas Jurina von der Planungsgruppe Strasser GmbH stellte im Gemeinderat die Eckdaten vor. So werden nun die Baugrenzen »deutlich größer«, es sollen auch zwei Wohngebäude für Angestellte des Hotelbetriebs entstehen; die Nutzung als Wohngebäude wird festgeschrieben.

Verzögerungen sind laut Jurina auch entstanden, weil sowohl ein Artenschutzgutachten als auch Gutachten zur Oberflächenentwässerung in Auftrag gegeben werden mussten: »Beides war aufwändig, hat lang gedauert, beide sind positiv ausgegangen.« Unter anderem werden nun mehrere Gräben zur Entwässerung der Grundstücke angelegt.

Keine weiterenFerienwohnungen

Ein weiterer Aspekt, der neu dazu kommt: Es werden im Geltungsbereich des Bebauungsplans keine neuen Ferienwohnungen mehr zugelassen. In der Urfassung von 2006 ist dies noch zulässig. Bestehende haben allerdings Bestandsschutz. Ein Thema des Entwurfs war auch die Gebäudehöhe, laut Jurina ist man hier zu einer »verträglichen Höhenentwicklung« gekommen. Mit 6,50 Meter passen sich die geplanten in die bereits bestehenden Gebäude ein. Auf Nachfrage von Dr. Stefanie Meeß ergänzte Willeitner noch, dass es aktuell drei Häuser mit bestehenden Ferienwohnungen gibt. Zustimmung zu der Änderung signalisierte Richard Graßl jun. (CSU): »Wir hatten alle gedacht, dass das schneller geht. Solche Verfahren sind heutzutage nicht mehr ganz einfach. Unter dem Strich ist das gut zu vertreten, das ist das Richtige.«

Hannes Grill (FWG) brachte ebenfalls den Zeitfaktor ins Spiel: »Mir ist vor allem wichtig, dass da jetzt möglichst schnell gebaut wird. Dass wir nicht nur Baurecht schaffen, sondern dass da auch was realisiert wird.«

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die zweite Änderung und billigte den Änderungsentwurf. Im sogenannten »beschleunigten Verfahren« wird die Planung ausgelegt und die Beteiligung der Bürger und »Träger öffentlicher Belange« durchgeführt.

Thomas Jander

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