Bergsteiger auf der Hochkalter-Überschreitung mit Neuschnee überfordert

Bergsteiger auf der Hochkalter-Überschreitung mit Neuschnee überfordert
Bildtext einblenden
Foto: BRK BGL

Ramsau – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren am Samstag bei vier Einsätzen gefordert. Kurz nach 8 Uhr forderte sie die Nachbar-Bereitschaft Berchtesgaden zu einer großen Vermisstensuche über die Steige rund um Sankt Bartholomä am Königssee an (wir berichteten).


Gegen 11.40 Uhr ging ein weiterer Notruf vom Kleinkalter ein, wo ein 38-jähriger Urlauber aus Mittelfranken mit den winterlichen Bedingungen auf dem Grat vom Rotpalfen zum Hochkalter-Gipfel überfordert war. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ nahm einen Ramsauer Bergretter auf und setzte ihn dann per Winde an der Einsatzstelle im in rund 2.500 Metern Höhe ab. Der Bergretter sicherte den im Neuschnee frierenden Mann in einem Rettungssitz, so dass ihn der Heli wenige Minuten später per Winde aufnehmen und mit dem Retter ins Tal ausfliegen konnte. Der Mann ging dann selbst zu seinem Auto am Hintersee zurück. Fünf Bergretter waren bis 12.30 Uhr gefordert.

Gegen 13.45 Uhr brauchte dann auf der Blaueishütte am Hochkalter ein akut intern erkrankter 54-jähriger Mann aus dem Landkreis Altötting notärztliche Hilfe. „Christoph 14“ flog die Hütte direkt an, wo der Hüttenwirt und das Lehrteam der Bergwacht-Region Chiemgau, das bei einem Fortbildungswochenende vor Ort war, den Patienten bereits versorgten. Mit dem Heli gings für den Mann anschließend weiter zum Klinikum Traunstein. Zwei Ramsauer und ein Inzeller Bergretter waren bis 14.45 Uhr gefordert.

fb/red

Mehr aus Ramsau