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Bergwacht Ramsau rettet fünfköpfige Familie von der Südseite der Reiter Alpe

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Foto: Leitner, BRK BGL

Ramsau – In einer zweieinhalbstündigen Rettungsaktion brachten Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau am Dienstagabend eine fünfköpfige Urlauber-Familie, die an der Südseite der Reiter Alpe ohne Stirnlampen im Steilgelände festsaßen, aus rund 1100 Metern Höhe zurück ins Tal.


Nach einer unruhigen Nacht von Montag auf Dienstag, als es am Hundstodgatterl zu einem größeren Sucheinsatz kam (zum Bericht), waren die Ehrenamtlichen der Bergwacht Ramsau am Dienstagabend erneut gefordert, als eine Familie aus Nordrhein-Westfalen auf der Reiteralm im Abstieg über den Böslsteig oberhalb der Halsgrube bei Dunkelheit und ohne Stirnlampen im Steilgelände nicht mehr weiterkam.

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Als gegen 20.30 Uhr der Notruf einging, konnte die Leitstelle Traunstein das Handy der Familie orten und die alarmierten Bergwachtkräfte mussten nicht erst nach den Leuten suchen. Die 57-jährigen Eltern und die erwachsenen Kinder waren mit Hilfe einer Smartphone-App vermutlich über den Schaflsteig und die Mayrbergscharte aufgestiegen, hatten mehrere Gipfel besucht, dabei aber den Zeit- und Kraftaufwand im durchgehend alpinen Gelände unterschätzt. Die Mutter war bereits geschwächt und einige Male ausgerutscht und hingefallen.

Der Einsatzleiter wies die Gruppe an, an Ort und Stelle zu bleiben und sich warm zu halten. Die Bergwacht fuhr mit vier Fahrzeugen und umfangreicher Ausrüstung zur Halsgrube, stieg dann weiter über den Böslsteig auf und fand die Unverletzten an den von der Leitstelle übermittelten Koordinaten am Steig.

Nach einer kleinen Stärkung konnten die Urlauber mit den von der Bergwacht mitgebrachten Stirnlampen selbst weiter absteigen, wobei die Retter die geschwächte Mutter mit Gurt und Seil sicherten. Mit dem Pinzgauer ging es für die Geretteten dann weiter zu ihrem Auto am Klausbachhaus.

Am Mittwochmittag gegen 13 Uhr waren die Ramsauer Bergretter zeitgleich wegen einer Fußverletzung an der verfallenen, alten Blaueishütte am Hochkalter und wegen einer akuten internistischen Erkrankung am Wimbachschloss gefordert. Beide Einsätze führten sie zusammen mit der Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers »Christophorus 6« durch, die zunächst die akut erkrankte Frau vom Wimbachschloss ins Tal flog und an den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übergab und dann den bereits vom Hüttenwirt versorgten Verletzten von der Blaueishütte holte und direkt zur Kreisklinik Bad Reichenhall flog.

red/BRK BGL

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