Bergwacht Bayern
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Foto: dpa

Bergwacht Ramsau rettet Verstiegene vom Hinterbergkopf und Blockierte vom Blaueis

Ramsau/Schönau am Königssee – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren während der vergangenen Schönwetter-Woche bei mehreren Einsätzen für akut Erkrankte, Verletzte und Verstiegene im Einsatz. 


Am Sonntagmittag unterstützten sie die Bergwacht Berchtesgaden bei der Rettung eines erkrankten 74-jährigen Urlaubers aus Niedersachsen, der im Bereich des Grabenhäusls zwischen Schmuckenstein und Götschen im südlichen Lattengebirge mit Kreislauf-Problemen nicht mehr weiterkam.

Ein 49-jähriger Radfahrer aus Brandenburg brauchte am Samstagmittag gegen 11.20 Uhr die Hilfe der Bergwacht, da er in der sogenannten Benzinkurve unterhalb von Kühroint mit akuten Kreislauf-Beschwerden nicht mehr weiterkam. Die Bergwacht Ramsau fuhr zum Einsatzort, untersuchte den Mann und forderte dann einen Notarzt nach, da sich sein Zustand verschlechterte. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers »Christophorus 6« konnte nach einem EKG aber Entwarnung geben und eine lebensbedrohliche Erkrankung ausschließen, weshalb die Bergwacht den Urlauber mit dem Fahrzeug zur Wimbachbrücke brachte und dort an die Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übergab, die ihn in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. Zwei Bergretter waren knapp über zwei Stunden lang gefordert.

Bereits am Donnerstagvormittag gegen 10.30 Uhr hatten eine 24-Jährige aus dem Salzburger Flachgau und ihr 22-jähriger einheimischer Begleiter einen Notruf abgesetzt, da sie sich am Hinterbergkopf im Hochkalter-Massiv verstiegen hatten und die Frau zusätzlich Probleme durch eine Knieverletzung hatte. Beide saßen auf einem Felsgrat fest und trauten sich im absturzgefährlichen Gelände nicht mehr weiter. Die Leitstelle konnte das Duo nach einigen Versuchen über ihr Handy orten. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« flog dann drei Ramsauer Bergretter mit Bohrmaschine, Seilen und weiterer Alpin-Ausrüstung zum Einsatzort, wobei die Einsatzkräfte das Duo nach kurzer Versorgung mit der Winde aufnehmen und ins Tal fliegen konnten. Acht Bergretter waren bis 14 Uhr im Einsatz und tankten den Heli mit dem Kerosinanhänger wieder auf.

Am Mittwochmittag gegen 12.30 Uhr war ein Notruf von der Falzalm am Watzmann eingegangen, wo ein 34-Jähriger aus dem Unterallgäu mit einer Sprunggelenkverletzung notärztliche Hilfe brauchte. »Christoph 14« flog die Einsatzstelle direkt an, setzte den Notarzt mit der Winde ab, nahm den versorgten Patienten wieder mit der Winde auf und transportierte ihn direkt weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Vier Bergretter waren eine gute halbe Stunde lang in Bereitschaft.

Eine psychisch blockierte 21-Jährige und ihr gleichaltriger Begleiter aus Baden-Württemberg brauchten bereits am Samstag vor einer Woche die Hilfe der Bergwacht: Das Duo war ohne entsprechende Alpin-Ausrüstung über das Blaueis zur Randkluft aufgestiegen, wobei die Frau dann in der Stahlseil-Passage weder vor noch zurück konnte. Eine nachfolgende Seilschaft leistete Erste Hilfe, sicherte das Duo, setzte gegen 11.20 Uhr einen Notruf ab und führte die beiden Erschöpften zur Blaueisscharte hinauf. Der Ramsauer Einsatzleiter forderte »Christoph 14« an, wobei die Besatzung zwei Bergretter an der Wache aufnahm und mit der Winde in rund 2 400 Metern Höhe absetzte, wo sie die beiden Erschöpften kurz versorgten und so sicherten, dass sie der Heli dann jeweils zusammen mit einem Retter per Winde aufnehmen und ins Tal fliegen konnte. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm die junge Frau und untersuchte sie vor Ort ambulant. Fünf Bergretter waren bis 12 Uhr im Einsatz.

ml

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