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Die CSU Ramsau mit ihren geehrten Mitgliedern sowie Ortsvorsitzendem Andreas Bönsch (2.v.r.) und MdB Dr. Peter Ramsauer (5.v.l.) (Foto: privat)

CSU Ramsau macht sich für Wohnraum stark

Ramsau – Der CSU-Ortsverband Ramsau empfing zu seiner Jahreshauptversammlung einen hochrangigen Gast: den heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer, der direkt aus Berlin ins Gasthaus »Oberwirt« gekommen war. Der Ortsvorsitzende Andreas Bönsch konnte aber neben den vielen CSU-Mitgliedern auch noch Bürgermeister Herbert Gschoßmann begrüßen. Nachdem zwei Jahre keine ordentliche Versammlung möglich war, umfasste diese Jahreshauptversammlung die vergangenen drei Jahre.


In seinem Bericht sprach Bönsch mit Blick auf die Vergangenheit von einer harten Zeit für den Ortsverband. Umso besser sei es, dass man jetzt wieder reguläre Veranstaltungen durchführen könne. Von seiner Partei forderte Bönsch, einen größeren Fokus auf die alten Stärken der CSU zu legen, nämlich auf die inhaltliche Arbeit und die konservative Bevölkerung im ländlichen Raum.

Positives berichtete er aus der Kommunalpolitik: Zuletzt habe man viele wichtige Themen voranbringen können, etwa den Neubau von Feuerwehr und Bauhof. Ein weiteres Großprojekt sei der Neubau des Kindergartens, um zukünftig ausreichend Platz für alle Gruppen zu bieten. Den größten Handlungsbedarf sieht Bönsch beim Thema Wohnraum. »Beim zukünftigen Baugebiet im Kaspernfeld sollen neue Wege beschritten werden. Wir streben an, möglichst viel Wohnraum bei gleichzeitig effizienter Flächennutzung zu schaffen. Mit unseren wenigen vorhandenen Flächen müssen wir sorgsam umgehen.« Auch in einigen gemeindeeigenen Immobilien wie dem Stoahäusl, der Alten Gemeinde und dem Feuerwehrhaus sollen in Zukunft Wohnungen verschiedener Größen für Einheimische entstehen.

Damit mache man Politik ganz nach dem ehemaligen Wahlspruch »Heimat bewahren. Zukunft gestalten«. In diesem Zusammenhang lobte er die Arbeit der Jungen Union. In einem kurzen Bericht stellte daraufhin der heimische JU-Ortsvorsitzende Alexander Wimmer die Arbeit der JU im Talkessel vor: »Jetzt gilt es, aktiv und energisch aus der langen Zeit der Pandemie zu kommen, eigene inhaltliche Schwerpunkte zu setzen und vor allem junge Menschen von Politik zu begeistern.«

Im Anschluss fasste Schatzmeisterin Maria Brandner Einnahmen und Ausgaben der vergangenen drei Jahre prägnant zusammen und die Versammlung entlastete auf Vorschlag der Kassenprüfer die Vorstandschaft. Der Ortsvorsitzende freute sich über zahlreiche Ehrungen, insbesondere für 50-jährige Mitgliedschaft, die er für 2020, 2021 und 2022 vornehmen konnte (siehe Kasten). Die Ehrennadeln steckte jeweils Dr. Ramsauer an.

In seinem Impulsvortrag ging Ramsauer auf die neue Rolle der Union in der Opposition ein, die es auf Bundesebene deutlich schwieriger mache, sich für die Anliegen der Bürger einzusetzen. Die Ampel falle durch »merkwürdige Aktionen« wie beispielsweise die Streichung der Förderung für kleine Wasserkraftwerke auf, für die Ramsauer kein Verständnis zeigte. »Daran kann jeder sehen: Es ist eben nicht egal, wer in Berlin regiert.«

Besorgt waren die Ramsauer CSU-Mitglieder ob der zunehmenden Bedrohung durch den Wolf. Vor allem die Almen in der Ramsau seien dem Wolf schutzlos ausgeliefert, wenn er hier heimisch würde. Ramsauer machte deutlich »Für mich ist völlig klar: Der Wolf ist eine Bedrohung für unseren Siedlungsraum und hat bei uns absolut keinen Platz.«

Zum Abschluss dankte Bürgermeister Herbert Gschoßmann dem Bundestagsabgeordneten für sein stets offenes Ohr und den ständigen Kontakt, den es von der untersten bis in die höchste politische Ebene gebe.

fb

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