Dem Rotwild ganz nah – Die Wildfütterung im Klausbachtal ist bei Besuchern aktuell sehr beliebt

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Frankenkutscher Rudi mit seinen beiden Süddeutschen Kaltblutpferden »Rosenkavalier« und »Stolzing«.

Ramsau – Ein eisiger Wind zog Sonntag am frühen Nachmittag durch das leicht verschneite Klausbachtal. Eine Winterwanderung zur Wildfütterung ist beliebt bei Urlaubern und Einheimischen.


Eine schneebedeckte Fahrbahn oder ein geräumter Fußweg machen es möglich, gut zu Fuß, mit Kinderwagen oder mit einem Schlitten zur Wildfütterung zu wandern. Einige gehen auch mit Langlaufskiern. In 30 Minuten Gehzeit erreicht man die Wildfütterung.

Wer es bequemer oder ein besonderes Wintererlebnis haben will, der genießt eine Pferdeschlittenfahrt durch den Winterwald. Die Zügel der zwei Süddeutschen Kaltblutpferde hält der »Frankenkutscher Rudi« persönlich in den Händen. Die Pferde haben die Namen »Rosenkavalier« und »Stolzing«. Der Fuhrmann kommt von Iphofen in Franken. Seine Gäste bekommt er per Anmeldung und sie müssen die 2 G-Voraussetzung erfüllen. Vor der Abfahrt hüllt der Rudi seine Fahrgäste in dicke Decken.

Von Ranger Klaus Melde war zu erfahren, dass die Wildfütterung in den letzten Tagen das beliebteste Ausflugsziel im Landkreis war. Bis zu 300 Besucher kamen täglich. Revierjäger Christian Willeitner hat die Futtertröge mit Heu und Silage aufgefüllt. 60 bis 70 Stück Rotwild lassen sich hier täglich füttern. »Vor ein paar Tagen hatten wir eine Nachbrunft«, sagte der Jäger. »Gott sei Dank ist das jetzt vorbei, denn das bringt Unruhe in die Wildfütterung.« Das Wild, das zur Zeit da ist, ist völlig gesund und es sind viele kapitale Hirsche zu bestaunen, die noch alle ihr Geweih tragen.

Bernhard Stanggassinger

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