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Grausiger Fund vor dem Haus: Bergdohlen geköpft und verstümmelt

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Ramsau: Tierquäler köpft und verstümmelt Bergdohlen – Grausiger Fund vor dem Haus
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Wer könnte das gewesen sein? (Fotos: Rosi Krüger)

Ramsau – Einen erschreckenden Fund hat die Ramsauerin Rosi Krüger in den vergangenen Tagen in der Nähe ihrer Wohnung gemacht. Zwei Bergdohlen lagen auf dem Boden, geköpft, die Flügel abgetrennt und die Schwanzfedern verstümmelt. Wer könnte dafür verantwortlich sein? Diese Frage ist bislang ungeklärt.


Krüger meldete ihre Entdeckung der Polizei Berchtesgaden. Zwei Beamte schauten sich daraufhin den Fundort genauer an. Ein Tier lag in der Nähe der Mülltonnen des Grundstücks am Forstamt 17 in Ramsau, das andere am nächsten Tag auch nicht weit entfernt.

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Die Polizisten erkundigten sich, ob vielleicht jemand etwas gegen Krüger selbst habe und ihr damit etwas Böses antun wollte. Auch diese Vermutung steht im Raum. Denn die Ramsauerin ist eine bekennende Vogel-Liebhaberin und füttert nach eigenen Angaben die Bergdohlen, hier auch »Dachen« genannt, auf ihrem Balkon. »Da kommen teils schon bis zu 85 Tiere«, erzählt sie. Manchem gefalle dies nicht, fügt sie hinzu.

Aber es gibt auch noch andere Ursachen, die infrage kommen könnten. »Ein Freund von mir, ein Vogel-Kenner, hat gesagt, es könnte sich auch um einen Habicht handeln, der die Dohlen getötet hat«, so die Ramsauerin. Ein Fuchs sei als Übeltäter eher unwahrscheinlich, der hätte die kompletten Tiere mitgenommen. Ebenso unwahrscheinlich sei eine Katze, auch die würde nicht Kopf und Flügel abtrennen.

Egal, wer oder was die schönen Vögel auf dem Gewissen hat – traurig ist Krüger so oder so. Sie liebt die Tiere, das lässt sich an ihrem Tonfall erahnen. »Bergdohlen sind sehr schlaue und zähe Tiere«, erzählt sie. Die Vogel-Freundin hat nach eigenen Angaben selbst schon vor vier Wochen aufgehört, die Bergdohlen zu füttern. Diese fänden nun wieder genug Nahrung in der Natur.

Annabelle Voss

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An einem der Fundorte liegen immer noch Federn der Bergdohle.
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