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Der Ramsauer Gemeinderat wünscht sich deutliche Verbesserungen beim Radwegenetz und will das Thema nun mit Nachdruck angehen. Eine Schlüsselstelle für die Anbindung der Gemeinde ist das Felsentor. (Foto: Thomas Jander)

Mehr und bessere Radwege für die Ramsau – Gemeinderat will Thema »ernsthaft angehen«

Ramsau – Das Thema Radwege ist seit Wochen in den Talkessel-Gemeinden weit oben auf der Agenda. Auch im Ramsauer Gemeinderat wurde die aktuelle Situation angesprochen; Ausgangspunkt war eine Wortmeldung von Dr. Stefanie Meeß. Die FWG-Rätin ist von einigen Bürgern auf den »Radentscheid Bayern« angesprochen worden. Auch in der Ramsau stößt diese Initative offensichtlich auf großes Interesse und so kam die Frage auf, wo Unterschriften geleistet werden können.


Aus diesem Anlass regte Dr. Meeß an, in der Tourist-Info der Gemeinde Unterschriftenlisten auszulegen. Geschäftsleiter Martin Willeitner erläuterte dazu, dass in der momentanen Zulassungsphase, also der Stufe vor dem eigentlichen Volksbegehren, die Initiatoren selbst Unterschriften sammeln müssen. Dazu werden in der Regel lokale Unterstützergruppen gebildet.

Erst, wenn die Zulassungshürde geschafft ist und das eigentliche Volksbegehren beginnt, können die Bürger in den Rathäusern der Gemeinden unterschreiben.

Willeitner mahnte deswegen zur Vorsicht: »Wir halten uns da im ersten Schritt normalerweise zurück.« Er wies darauf hin, dass es relativ viele Initiativen für Volksbegehren gibt, und da wäre es dann wohl schwer für die Gemeinde, nur einzelne zu unterstützen. Das nahm das Gremium zur Kenntnis.

Trotzdem bewegt das Thema Radwege die Gemüter, Zweiter Bürgermeister Rudi Fendt (FWG) prangerte die momentane Situation an: »Wenn du durchs Dorf fährst, musst du Angst haben, dass du überhaupt durchkommst.« Vor allem als Bergsteigerdorf hält er das für die Gemeinde als nicht mehr tragbar, der entsprechende Arbeitskreis soll tätig werden: »Vor allem eine Verbindung nach Berchtesgaden ist bitter notwendig. Wir müssen uns für eine Verbesserung der Radwegesituation einsetzen und das jetzt ernsthaft angehen.«

Thomas Jander

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