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Eine gemeinsame Bergtour mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler unternahmen Mitglieder des SPD-Ortsvereins zum Hirschkaser. (Foto: privat)

Mit Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler am Hirschkaser: SPD wandert »mit links bergauf«

Ramsau – Traditionell zur Sommerferienzeit geht es »Mit links bergauf«. Der SPD-Ortsverein Berchtesgadener Land Süd lud zusammen mit der Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler zu einer Wanderung aufs Hirscheck. Gemütliches Bergwandern, die Berchtesgadener Natur genießen, aber auch das eine oder andere politische Gespräch führen – für die angesichts der globalen Krisenherde stark belastete Staatssekretärin bot dieser Ausflug eine angenehme Abwechslung vom hektischen Berliner und internationalen Politbetrieb.


Bei der Ankunft am Hirschkaser stellte die Wandergruppe freudig überrascht fest, dass nach den dreimonatigen Umbaumaßnahmen erstmalig der Restaurant-Probebetrieb angelaufen ist. Schon von außen zeigt sich das beliebte Ausflugslokal in völlig neuem Glanz. Die beiden Besitzer und Investoren, Peter Hett-egger und Johann Hölzl, luden die Gruppe zu einer spontanen Exklusivbesichtigung der völlig neu sanierten Räumlichkeiten ein. Neueste umweltgerechte Technik, wärmegedämmte Fassaden, neu gestaltete und eingerichtete Gasträume wie auch eine neue High-Tech-Küche machen aus der in die Jahre gekommene Hütte ein gastronomisches und energetisches Vorzeigeobjekt. Besonders die neu errichteten Mitarbeiterwohnungen im Dachgeschoss stießen bei der Besuchergruppe auf viel Zustimmung. Derzeit fehle noch die Infrastruktur für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Hier bemühe sich die Gemeinde Ramsau um die aufwendigen Genehmigungen und Zuschüsse, um dieses wichtige touristische Ziel zeitgemäß ver- und entsorgen zu können.

Bärbel Kofler zeigte sich auch angetan vom Betrieb der Hirscheckbahn, die vor knapp 20 Jahren nur durch das finanzielle Engagement heimischer Bürgerinnen und Bürger in eine spezielle Ramsauer Gesellschaftsform übergeführt werden und somit erhalten werden konnte. Dieses kleine preisgünstige, aber hoch attraktive Ski-, Rodel- und Wandergebiet im Rahmen des Bergsteigerdorfes Ramsau weiter zu erhalten, dazu trage auch der neue Hirschkaser bei. »Es ist erfreulich, dass sich auch kleine, naturverträgliche Tourismusgebiete rentieren«, so die Staatssekretärin.

Natürlich gab es daneben eine ganze Palette an Themen zu besprechen. Neben Fragen zur Pandemiebekämpfung, insbesondere nach der Impfpflicht, wurden eine Reihe kommunalpolitischer Fragen besprochen. Mit Blick auf die Pandemie machte die Bundestagsabgeordnete klar, dass sie im Frühjahr für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gestimmt hatte. Zum Erfolg des 9-Euro-Tickets betonte Kofler, dass auch ländliche Regionen besseren öffentlichen Personennahverkehr brauchen. Hier gebe es großen Nachholbedarf.

Sehr froh zeigten sich im Gespräch die Teilnehmer über das überlegte Vorgehen von Bundeskanzler Olaf Scholz im Krieg Russlands gegen die Ukraine. SPD-Kreisrat und Ortsvorsitzender Hans Metzenleitner bezeichnete diesen nicht für möglich gehaltenen Krieg mitten in Europa als die gefährlichste Situation der vergangenen 70 Jahre. Gefährlich wegen des riesigen Atomarsenals Russlands und gefährlich für den demokratischen Zusammenhalt in Europa: »Die bitter notwendige Hilfe für die Ukraine darf sich nicht nur auf militärische Mittel beschränken.«

Zur Energiewende gehört zwangsläufig auch die Verkehrswende dazu – und damit der Ausbau der Radwege. Damit hier endlich etwas vorwärtsgeht, unterstützt die Talkessel-SPD den geplanten Radentscheid, der den Freistaat Bayern dazu zwingen würde, den Städten und Gemeinden mehr Mittel für den Radwegebau zur Verfügung zu stellen (wir berichteten mehrfach). Günter Wolf, selbst passionierter Radfahrer, brachte das Gespräch auf den Punkt: »Es ist höchste Zeit, Radwege und Schiene den selben Stellenwert einzuräumen wie der Straße.«

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