Wanderer sitzt in steiler Rinne auf der Südseite des Halskopfs fest
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Foto: Bergwacht Ramsau

Wanderer sitzt in steiler Rinne auf der Südseite des Halskopfs fest

Ramsau/Forst Hintersee – 17 Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau waren am Freitagabend, 18. Februar, über vier Stunden lang bei einem aufwendigen Einsatz in den Südwänden des Halskopfs (Reiteralpe) gefordert. Ein 43-jähriger Reichenhaller saß in rund 1.200 Metern Höhe 80 Meter unterhalb des Gipfels in einer steilen Rinne festsaß.


Der Mann war vom Klausbachtal aus zu Fuß im Aufstieg zur Halsalm und hatte dabei den Forstweg nach Nordosten verlassen, wobei er einer Spur folgte und schließlich in einer immer steiler werdenden Rinne weder vor- noch zurückkam und deshalb gegen 17.40 Uhr in der Dämmerung einen Notruf absetzte. Die Leitstelle Traunstein konnte das Handy des Verstiegenen orten. Die Bergwacht transportierte daraufhin Einsatzkräfte mit ihrem raupenbetriebenen All-Terrain-Vehicle (ATV) im Shuttle-Verkehr zur Halsalm, wobei auch das Überschneefahrzeug aufgrund des besonders weichen, nassen und tiefen Schnees in den anspruchsvollen steilen Abschnitten an seine Grenzen kam.

Die Einsatzkräfte sahen den Mann bereits auf der Anfahrt, da er mit seinem Handy-Licht auf sich aufmerksam machte. Sie ließen dann einen Retter am Seil in die Rinne zum Verstiegenen ab, der den Mann sicherte, bevor ihn schließlich alle unter vereinten Kräften im Mannschaftszug zum Grat hinaufzogen. Für den Mann gings per ATV zurück zu seinem Auto am Hintersee, mit dem er selbst nach Hause fuhr; die Bergretter stiegen fast alle zu Fuß wieder ab und waren bis 22 Uhr gefordert.

Skitouren-Unfall am Kopf des Hundes

Bereits am Montagnachmittag, 14. Februar, musste die Bergwacht Ramsau zusammen mit der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ zur Eisbodenscharte an der Schärtenspitze (Hochkalter-Massiv) ausrücken, wo sich eine 57-jährige Skitourengeherin aus der Nähe von München im Bereich des Gipfels vom Kopf des Hundes eine Bänderverletzung am Knie zugezogen hatte, so dass die selbst nicht mehr über die Hochalm abfahren konnte. Der Heli brachte einen Ramsauer Bergretter zum Unfallort und nahm die in einem Rettungssitz gesicherte Patientin und den Retter per Winde auf und flog sie ins Tal, wo sie der Heli-Notarzt untersuchte, bevor sie von ihrem Begleiter zur Klinik gefahren wurde; die angeforderte Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes wurde nicht mehr benötigt. Neun Bergretter waren gute eineinhalb Stunden gefordert.

fb/red

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