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Wird in Ramsau bald geblitzt?

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Ramsau: Wird in Ramsau bald geblitzt?
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Foto: Patrick Seeger/dpa

Ramsau – Ob der fließende Verkehr innerorts künftig kontrolliert wird, darüber wird der Gemeinderat Ramsau bald entscheiden. Ein erster Schritt in diese Richtung erfolgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung: Die Räte stimmten dafür, Angebote von Unternehmen einzuholen und sich ein Konzept vorlegen zu lassen.


Durch die Baumaßnahme an der B305 sind auch die Ortsschilder versetzt worden. Hannes Grill (FWG) sagte dazu, dass die Ausdehnung des Ortsgebietes nur dann Sinn ergebe, wenn man die Einhaltung der Maximalgeschwindigkeit auch überwache. »Wir sind die einzige Talkesselgemeinde, die die kommunale Verkehrsüberwachung noch nicht auf den fließenden Verkehr ausgedehnt hat.«

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Bürgermeister Herbert Gschoßmann gab bekannt, dass im dritten Quartal mit dem Vorliegen der Angebote gerechnet werden kann. Dann möchte er auch weitere Themen in Angriff nehmen. Dazu zählt unter anderem eine mögliche Verbotsbeschilderung für das Parken von Wohnmobilen, eine Lösung für das Parkproblem im Bereich Café Gelfart am Hintersee sowie Umsetzungsmöglichkeiten, die sich aus dem in Auftrag gegebenen Verkehrsgutachten ergeben.

Richard Graßl (CSU) reicht das nicht. »Auch für den ruhenden Verkehr muss schnell eine Lösung gefunden werden.« Zusammen mit den Bau- und Tourismusreferenten hat er bereits eine Möglichkeit gefunden, um das Parkproblem am Hintersee zu entschärfen. Bürgermeister Herbert Gschoßmann bat Graßl, dieses Konzept aufzuschreiben und an ihn weiterzuleiten. Gschoßmann könne es dann der Straßenverkehrsbehörde vorlegen. Graßl forderte zudem eine weitere Kontrollkraft. »In den Angeboten, die wir von den Überwachungsunternehmen anfordern, wird dies enthalten sein«, erwiderte Gschoßmann.

Ein »Dauerbrenner« sind in Ramsau auch die Camper, die die öffentlichen Parkplätze als Stellplätze benutzen. »Wir wollen dort keine Wohnmobile. Wenn wir es verbieten, müssen wir allerdings eine Alternative anbieten«, so Rudi Fendt (FWG). Er zieht einen Wohnmobilstellplatz in Betracht. »Möglich wäre ein solcher auf der oberen Etage vom Parkplatz am Wachterl.«

Richard Maltan (CSU) schloss sich der Forderung nach Verbotsschildern an. »Ich habe mit dem Campingplatzbetreiber geredet, er steht einem Platz für Wohnmobilfahrer nicht negativ gegenüber, solange diese auch die Kurtaxe etc. bezahlen müssen.« Thematisiert wurde am Montagabend auch die Radwegbeschilderung an der Wimbachbrücke. Die weißen Schilder besagen nur, dass der Weg für Radfahrer freigegeben ist. Was fehlt sei die blaue Fuß-Radwegbeschilderung. Das verärgert nicht nur Rudi Fendt, sondern auch Dr. Stephanie Meeß (FWG). »Es ist fünf nach zwölf«, sagte Birgit Gschoßmann (CSU). »2020 muss mehr erreicht werden, das Parken muss komplett neu organisiert werden.« Lena Klein

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