Bildtext einblenden

Den Wolf nicht vergessen: Forderung im Gemeinderat nach verstärktem Handeln

Schönau am Königssee – Erneut war der Wolf Thema im Gemeinderat Schönau am Königssee. Christa Brandner (CSU) war es, die an den Vortrag des Graubündener Biologen Marcel Züger im Gasthaus »Unterstein« erinnerte.


Der hatte erklärt, dass sich die Wolfspopulationen alle zwei Jahre verdoppeln würden. »Im Moment ist es ja ziemlich ruhig, aber das kann sich in ein paar Jahren massiv ändern«, warnte Christa Brandner. Sie wünsche sich, dass die Landkreis-Gemeinden eine entsprechende Resolution erlassen und sich damit »an höhere Stellen wenden«. Je lauter die Forderungen würden, umso eher gebe es vielleicht ein Einlenken.

Ohnehin stellte sich Christa Brandner die Frage, ob der Wolf überhaupt so gefährdet wie angegeben sei. Schließlich gebe es schon sehr viele Tiere überall. »Und bei uns gibt es ja auch keine Kobra und kein Zebra – muss es denn da überall den Wolf geben?« Die Landwirtin forderte eine Bejagung des Tieres, um die Beweidung zu sichern. »Sonst verlieren wir unsere Kulturlandschaft und damit auch den Tourismus«.

Bürgermeister Hannes Rasp bestätigte die Ausführungen der Gemeinderätin und bezeichnet es als falsch, nichts zu tun, nur weil es aktuell ja ruhig sei. »Wir könnten sonst in zehn Jahren eine Überraschung erleben«, betonte Rasp und versprach, hier tätig zu werden.

Margarethe Pfnür (Grüne) wies in der allgemeinen Aussprache noch auf einen Gefahrenpunkt beim Schornbad hin. Vor allem Kinder seien beim Überqueren der Straße gefährdet, ein Zebrastreifen könnte die Situation eventuell verbessern, meinte sie. Doch Bürgermeister Hannes Rasp machte der Gemeinderätin nicht viel Hoffnung. Es handle sich hier um eine Kreisstraße, für die die Gemeinde nicht zuständig sei. Und alles sei, auch von der Polizei, bereits geprüft worden.

UK