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Musikalisch umrahmt von den Paartaler Musikanten, zelebrierte Pfarrer Herwig Hoffmann die letzte Bergmesse auf Kühroint. (Foto: Karl-Heinz Heinrich)

Letzte Bergmesse auf Kühroint

Schönau am Königssee – Die letzte Bergmesse des Jahres fand an der Bergopfer-Gedenkkapelle St. Bernhard auf Kühroint statt. Bei kühlen Temperaturen fanden sich etwa 90 Besucher ein, um der verunglückten Bergsteiger der vergangenen zwölf Monate in den Berchtesgadener Bergen zu gedenken. Die Liste der Todesfälle war mit sechs Bergopfern deutlich kürzer als in den vergangenen Jahren, in denen bis zu 17 Tote zu beklagen waren.


Die Messe zelebrierte Pfarrer Herwig Hoffmann. Sie wurde umrahmt von den Paartaler Musikanten, die aus dem Dachauer- und Wittelsbacher Land nordwestlich von München angereist kamen, um besinnliche Weisen gegen den in dichten Wolken verhüllten Watzmann zu spielen.

Vor der Verlesung der Toten wurde noch der jährliche Dank an verschiedene Helfer ausgesprochen und die Bergwacht für ihren unermüdlichen Einsatz gewürdigt – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Tragödie am Hochkalter mit bisher rund 1000 Einsatzstunden.

Besonders hervorgehoben wurde die ehrenamtliche Leistung dreier Erbauer der Kapelle, die 1999 von den Schönauer Altherrensportlern in der Runde um Hans-Peter Schweiger die Initiative ergriffen und die Gedenkkapelle errichteten. Sie wurden als unermüdliche Helfer ausgezeichnet, die dem Kleinod auf Kühroint ihre Arbeitskraft seit damals zur Verfügung stellen: Jakob Graßl (Heberten Jockerl), Josef Graßl (Zulehen-Sepp) und Jakob Brandner (Freiberg-Jock). Ohne sie wäre die Kirche in keinem so hervorragenden Zustand, doch nun verabschiedeten sich die drei in den »Ruhestand«.

Ihre Arbeit zur Erhaltung der Kapelle St. Bernhard wird künftig von den Geschwistern Michael und Bernhard Lochner aus Unterstein übernommen.

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