Bildtext einblenden
Am Rande der Fischmichlkreuzung will die Gemeinde Schönau am Königssee eine unterirdische Rigole bauen. Das Versickerungsbauwerk soll ein Puffer zur Entlastung des Kanals Waldhauserstraße sein. (Foto: Ulli Kastner)

Mehr Hochwasserschutz – Neue Straßenentwässerung vorgesehen

Schönau am Königssee – Eine deutliche Entlastung für den bei Starkregenereignissen oft überforderten Kanal in der Waldhauserstraße soll ein Straßenentwässerungsprojekt in den Bereichen Vorbergstraße, Grünsteinstraße und Fischmichlkreuzung gewährleisten. Der Gemeinderat Schönau am Königssee genehmigte am Dienstag einstimmig die Planung, Baubeginn könnte schon im April sein.


Nach den Plänen des Planungsbüros Dippold und Gerold soll in der Vorbergstraße ein 240 Meter langer und 30 Zentimeter starker Oberflächenwasserkanal entstehen, der zunächst in eine Rigole mündet. Das ist ein zumeist unterirdischer Pufferspeicher, um eingeleitetes Regenwasser aufzunehmen und zu versickern. Der Überlauf mündet dann in den Kanal Grünsteinstraße.

»Um den Kanal in der Waldhauserstraße zu entlasten soll auf dem Gemeindegrund am Rande der Fischmichlkreuzung eine weitere Sickerrigole gebaut werden«, erklärte Bürgermeister Hannes Rasp. Den Aufbau der Rigole verglich er mit einem »Biertragerl«. Das unterirdische und später nicht mehr sichtbare Bauwerk soll als Puffer bei starken Gewittern dienen. Das Fassungsvolumen beträgt 117 Kubikmeter.

»Die Maßnahme dient dem Schutz der Bürger und der Verkehrsteilnehmer«, sagte Rasp. Für die Kosten in Höhe von rund 458 000 Euro muss die Gemeinde alleine aufkommen. Der Rathauschef rechnet damit, dass die Vergabe bereits in der nächsten Sitzung erfolgen und Baubeginn dann Anfang April sein kann. Die Bauzeit betrage rund zwei Monate. Markus Koll (Freie Wähler) fragte, ob es nicht sinnvoller sein könnte, die Maßnahme erst nach Abschluss der gemeindlichen Bauarbeiten für ein Rückhaltebecken zu beginnen. Außerdem sollte man an Fernwärme, Gas und Strom denken, damit die Straße nicht irgendwann erneut aufgerissen werden müsse.

Die entsprechenden Firmen seien informiert, sagte Hannes Rasp, die Gemeinde verlege außerdem gleich die sogenannten Speedpipes für eine spätere Einziehung von Glasfaserkabeln. Sollten zusätzliche Arbeiten für Leitungsverlegungen anfallen, dann könne sich die Bauzeit auch auf vier Monate verlängern. Der Bürgermeister riet davon ab, auf die Fertigstellung des Rückhaltebeckens zu warten. Denn Rasp geht davon aus, dass dieses nicht innerhalb von drei Jahren gebaut wird.

Ulli Kastner