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Foto: privat

Schule verweigert: 54-Jähriger erneut vor Gericht

Laufen – Im Juni 2021 stand der 54-jährige Laufener vor Gericht, weil er via Facebook den Laufener Bürgermeister als »Kotzbrocken« bezeichnet hatte. Im November dann erneut, nachdem er den Rektor der Laufener Grund- und Mittelschule mit einem chinesischen Gefängnisleiter verglichen und anderweitig verunglimpft hatte. Diesmal ging es um einen Bußgeldbescheid über 250 Euro, weil er seine Tochter über einen längeren Zeitraum nicht zur Schule geschickt hat.


Der Grund: Der Laufener lehnt Masken- und Testpflicht in Schulen ab. Er lehnt aber auch regelmäßig den Richter als befangen ab, wenn ihm der seine Sicht darlegt. So hatte ihm auch diesmal Richter Martin Forster erläutert, dass es nach Lage der Dinge keinen Freispruch geben werde, und er daher eine Rücknahme des Einspruchs empfehle.

Üblicherweise wird eine Verhandlung dann unterbrochen, damit der Direktor des Amtsgerichts über diesen Befangenheitsantrag entscheidet. Dr. Klaus Burger hatte einen solchen zuletzt abgelehnt. Diesmal räumte Forster dem Laufener eine einwöchige Frist ein, seinen Befangenheitsantrag zu begründen. Auch diesmal beharrte der 54-Jährige auf sein Attest, das ihn von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes befreie.

Wegen der Beleidigung des Bürgermeisters hätte der 54-Jährige zunächst 1200 Euro zahlen sollen, eine Berufungsverhandlung in Traunstein reduzierte die Höhe auf 1050 Euro. Weil das Urteil zum Zeitpunkt der Schulleiter-Verhandlung rechtskräftig war, wurde es in ein weiteres Urteil einbezogen. Das lautete auf 60 Tagessätze zu je 35 Euro, in Summe also 2 100 Euro.

höf