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1. Mannschaft sollte vorne mitspielen

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Die Vorstände Werner Schwab (l.) und Athanassios Moralis (2.v.r.) freuten sich mit den langjährigen Clubmitgliedern Annelie Zucker, Manfred Baier (2.v.l.), Peter Moderegger (r.) und Bastian Böttger (3.v.l.). Foto: Anzeiger/Wechslinger

Bischofswiesen – Trotz recht erfolgloser Jahre zeigten sich die Verantwortlichen des FC Bischofswiesen bei der Jahreshauptversammlung guter Dinge, dass die 1. Mannschaft nach den Abstiegen aus der Bezirks- und Kreisliga nun endlich in der Kreisklasse angekommen ist und es nun wieder aufwärtsgehen soll. Viel Freude machen beim FCB die Nachwuchsmannschaften, die in drei Kategorien mit der SG Schönau eine Spielgemeinschaft bilden.


Schriftführer Walter Parma hielt in seinem Rechenschaftsbericht konstruktive und kritische Rückschau auf das letzte Vereinsjahr mit einigen Turbulenzen. So habe die 1. Mannschaft ihren Gegnern nicht Paroli bieten können und sei zum zweiten Mal in Folge abgestiegen. Wenngleich das Glück selten aufseiten der Bischofswieser gewesen sei, so müsse sich an der Spielerqualität doch einiges zum Besseren wenden. Garant dafür soll der neue Trainer Sebastian Vorberg werden. Aki Senger werde auch weiterhin die 2. Mannschaft betreuen, berichtete Parma weiter und sprach von 373 Clubmitgliedern.

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Als sehr erfreulich bezeichnete Parma die Situation im Nachwuchsbereich, wo man mehrere Spielgemeinschaften mit der SG Schönau gebildet habe. So müsse man sich um die Zukunft des FCB keine Sorgen machen. Gleichwohl sollten sich aus dem Bereich der Seniorenspieler noch mehr Kräfte für die Nachwuchsarbeit zur Verfügung stellen, forderte Parma. Abschließend konstatierte der Schriftführer, dass die Talsohle im Seniorenbereich erreicht sei und man guter Hoffnung ist, wieder einen hohen Berg zu erklimmen.

Gewinn erwirtschaftet

Kassier Hans Fischer verkündete der Versammlung einen Gewinn, der aus Mitgliederbeiträgen, Spenden, Fördervereinszuschüssen, Werbeeinnahmen, Stadionverkauf, Eintrittskarten sowie Zuschüssen seitens der Gemeinde und des Landratsamtes erwirtschaftet worden sei. »Wir stehen auf gesunden Beinen, machen wir weiter so«, forderte Fischer die Versammelten auf.

Richard Schlagbauer sprach für den verhinderten Jugendleiter und Trainer Markus Huber über eine erfreuliche Situation beim Nachwuchs, der mit 110 Kindern und Jugendlichen sehr gut aufgestellt sei. Die Kassenprüfer Peter Moderegger und Karl Swoboda bescheinigten Fischer perfekte Arbeit. Fischer erwähnte hier jedoch auch die gute Zuarbeit des langjährigen Trainers Hannes Schneider, der stets die Bilanzen erstellt.

»Schwerpunkt ist Jugendarbeit«

Vorsitzender Athanassios Moralis stellte den eingenommenen 13 000 Euro aus Mitgliederbeiträgen die Ausgaben in gleicher Höhe im Nachwuchs gegenüber. »Der Schwerpunkt eines Vereins ist die Jugendarbeit, der Seniorenbereich finanziert sich praktisch von selbst«, erklärte der Vorstand, der das letzte Jahr als eine Zeit mit Höhen und Tiefen bezeichnete. Es sei schwer, in einem laufenden Spielbetrieb noch etwas zu ändern, befand Moralis, der im Weiteren einen Dank an Trainer Sebastian Parma für dessen großes Engagement richtete.

Jetzt müsse die 1. Mannschaft endlich wieder Boden unter die Füße bekommen, hofft der Vorstand, der von einer positiven Grundstimmung im Seniorenbereich sprach. So werde man in der nächsten Saison in der Kreisklasse 4 nichts mehr mit dem Abstieg zu schaffen haben, sondern eher vorne mitspielen. Moralis ging auch auf die sehr gute Nachwuchsarbeit im Club ein, die durch Spielgemeinschaften mit der SG Schönau noch einmal einen Aufschwung bringen sollte.

Jahrzehntelange Vereinstreue

Ein erfreulicher Moment einer Jahreshauptversammlung ist die Ehrung treuer Mitglieder. So blicken Bastian Böttger, Andreas Lichtmannegger und Martin Zechmeister auf ein Vierteljahrhundert beim FCB zurück. Annelie Zucker, Hermann Datz sowie Manfred Beier halten dem Club seit 40 Jahren die Treue, der frühere Torjäger Peter Moderegger gehört dem Verein bereits ein halbes Jahrhundert an. Alle Geehrten wurden mit geschmackvollen Urkunden, Vereinsehrenzeichen und Annelie Zucker mit einem schönen Blumenstrauß bedacht.

»Der FCB hat es durchaus auf der Pfanne«, stellte Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber in seinem Grußwort fest. Wenn die Mannschaft nur annähernd so gut spiele, wie ihr Vorsitzender Moralis vortrage, dann gehe es für den FCB wieder ganz hoch hinaus. Der Rathauschef will als begeisterter Fußballer und Spieler der Altherrenmannschaft auch die Heimspiele des FC Bischofswiesen besuchen, wenn es seine Zeit erlaubt. Mit der Hoffnung auf möglichst viele Siege deutete Weber auch eine weitere Unterstützung seitens der Gemeinde für den Club an. Christian Wechslinger