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10 000 Höhenmeter durch den Eiskanal

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Für seinen großen Auftritt in der Königsseer Kunsteisbahn am 31. Juli trainiert Rainer Popp bereits fleißig. (Foto: MDP)

Schönau am Königssee – Von einem Extremsportler erwartet die Öffentlichkeit gelegentlich auch etwas Verrücktes. Doch was der sechsfache Weltmeister und Race-across-America-Finisher Rainer Popp am Sonntag, 31. Juli, ab 7.30 Uhr aufführt, ist an Härte schwer zu überbieten. 90-mal will er im Rahmen des Seefestes die Königsseer Kunsteisbahn bergauf durchfahren und dabei Spenden für den guten Zweck sammeln.


Unter dem Motto »1 Euro pro Höhenmeter« fährt der Extremsportler 10 000 Höhenmeter im Königsseer Eiskanal mit dem Rennrad bergauf – dies entspricht etwa zehn Fahrten aufs Rossfeld. Popps Traum ist es, 10 000 Euro an Spenden zu erstrampeln. »Es wird auf jeden Euro ankommen«, sagt der Ultrasportler und betont: »Jeder soll geben, was ihm die Aktion Wert ist. Zwei oder drei Euro sind nicht zu wenig, sondern zwei oder drei Höhenmeter auf dem Weg zum Zehntausender.«

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Die Bevölkerung, Firmen, Vereine, die Gastronomie, aber auch Urlaubsgäste können für eine der 90 Runden bereits im Vorfeld spenden oder einfach mit kleinen Beträgen die Aktion unterstützen. Den Erlös wird Rainer Popp überwiegend der Bergwacht, der Jugendsportförderung, dem Verein »Berchtesgaden hilft« und unter anderem dem Pamir-Projekt der Familie Bondes zur Verfügung stellen.

Eine Runde mit 111 Höhenmetern dauert zirka acht bis neun Minuten. Die Rundenpreise liegen zwischen 75 und 200 Euro. Popp wird in entgegengesetzter Richtung, also vom Ziel aufwärts, im »Wohnzimmer« der weltbesten Kufensportler bis zum Herrenstart fahren. Eine direkte Abfahrt in der Eisarena ist wegen der teilweise niedrigen Überbauung zu gefährlich.

Am Auslauf der Bahn taucht der Radfahrer wieder in den Eiskanal und wird, vorbei am Zielschuss, durch die Seekurve wieder den Anstieg in Angriff nehmen. Die Streckenlänge pro Runde beträgt 2,1 Kilometer. Dabei sind 90 Runden vollste Konzentration gefragt, denn viel Platz gibt es nicht in der Bahn und das bei Spitzengeschwindigkeiten von 60 km/h auf der Zielgeraden. Viel Zeit zum Regenerieren gibt es auch nicht. Gerade einmal 45 Sekunden dauert die Abfahrt auf der Straße, bevor es wieder in die Rinne geht.

Für die Veranstaltung hätte sich der Schönauer keinen besseren Zeitpunkt auswählen können, denn parallel dazu läuft das Seefest des WSV Königssee. Erst durch die tatkräftige Unterstützung von WSV-Vorstand Hannes Schneider, Bahnchef Markus Aschauer und BSD-Pressechefin Margit Dengler-Paar ist der Event überhaupt durchführbar. Für Rundenspender hat sich Popp eine besondere Idee ausgedacht. Die gebuchte Runde gehört dem Spender. Über ihn kann auf Wunsch Wissenswertes an die zahlreichen Besucher des Seefestes übermittelt werden. Dazu haben sich Richard Ramsauer, Stefan Lochner und Hartmut Karstens bereit erklärt, die Veranstaltung zu moderieren.

Genaue Informationen über die Abwicklung gibt es unter www.popp-ultracycling.de oder bei Rainer Popp persönlich unter e-Mail rainer.popp@online.de, Telefon 08652/1377 oder mobil unter 01522/8792226. UK