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13 Schautafeln erläutern Aspekte des Almlebens

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Bei der Eröffnung (v.l.): Thomas Weber (Bürgermeister von Bischofswiesen), Franz Kuchlbauer von der Mordau-Alm, Herbert Gschoßmann (Bürgermeister von Ramsau), Milchwerke-Geschäftsführer Bernhard Pointner und Vize-Landrat Rudolf Schaupp. Foto: Anzeiger/Mergenthal

Ramsau – Wissenswertes zur Almwirtschaft können Interessierte künftig auf einem neuen »Alm-Erlebnisweg« in der Nationalpark-Gemeinde Ramsau »erwandern«. Auf der Mordau-Alm wurde der Weg nun offiziell eröffnet.


Das Konzept wurde von der Gemeinde Ramsau entwickelt, während sich die heimischen Milchwerke um die Produktion der 13 Schautafeln kümmerten. Ausgangspunkt ist die Schwarzbachwacht auf 889 Metern Höhe oder der Parkplatz Taubensee an der Alpenstraße. Von der Mordaualm (1 191 Meter) geht es auf einem alpinen Steig, für den Trittsicherheit und gute Kondition erforderlich sind, über die Karschneid (1 530 Meter) weiter zur Lattenbergalm auf 1 480 Metern. Über die Moosenalm (1 409 Meter) geht es wieder hinunter zum Ausgangspunkt. Die Gehzeit liegt bei vier bis sechs Stunden.

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Die Tafeln informieren darüber, warum die Almhütten im Berchtesgadener Land »Kaser« heißen, wie sich die Kaser entwickelten und gebaut werden, und welche Aufgaben Almbauern und Senner zu erledigen haben.

Außerdem gibt es interessante Hintergrundinformationen zur räumlichen Untergliederung einer Alm in Tagweide, Nachtweide und Schneeflucht, in die Funktion der verschiedenen Kaser in unterschiedlichen Höhenlagen – Niederleger, Mitterleger und Hochleger – über die Geschichte der Berchtesgadener Almwirtschaft, eine Wirtschaftsform, die weltweit betrieben wird.

Darüber hinaus geht es auch um die Natur und die Geologie auf den Almen: um geologische und bodenkundliche Verhältnisse, die Funktionen des Waldes, die Höhenzonen eines Waldes, die Almen als Lebensraum für zahlreiche seltene Pflanzen und die Schutzwaldsanierung Weißwand.

Unterwegs können die Wanderer dann dem Almleben »live« begegnen und auch von den Sennern selbst hergestellte gesunde Produkte verkosten. Veronika Mergenthal