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17 Millionen für die Dokumentation

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Soll für 17 Millionen erweitert werden: die Dokumentation Obersalzberg

Berchtesgaden/München – Sie ist ein Erfolgsmodell. Und lockt jährlich an die 160 000 Besucher aus der ganzen Welt an: die Dokumentation Obersalzberg. Ausgelegt ist die NS-Dokustelle aber nur für 30 000, maximal 40 000 Besucher pro Jahr. Deshalb soll sie nun erweitert und modernisiert werden. Von dem Vorhaben hat Finanzminister Dr. Markus Söder gestern den Ministerrat informiert. Mit einem Baubeginn ist aber wohl nicht vor 2015 zu rechnen. Kosten: über 17 Millionen Euro.


»Die Dokumentationsstelle wird um mehr als Doppelte erweitert und die Dauerausstellung inhaltlich überarbeiten. Der Freistaat wird damit seiner historischen Verantwortung gerecht«, so der Finanzminister. Das kritische und wissenschaftlich fundierte Gesamtkonzept soll weiter ausgebaut werden. Ziel sei es, noch intensiver zur Entmystifizierung des Ortes beizutragen. Die Dauerausstellung soll mit moderner Medientechnik und weiteren Informationstafeln aufbereitet werden.

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Mit zusätzlichen Veranstaltungen und Seminaren soll gerade bei Jugendlichen das Bewusstsein für die historische Verantwortung vertieft werden. Im Doppelhaushalt 2013/2014 ist für die Baumaßnahme bereits ein Planungstitel aufgenommen, vorgesehen sind hier 1,8 Millionen Euro.

Ziel bleibt, laut Söder, nach wie vor die Entmystifizierung des Obersalzbergs als ehemaligen zweiten Regierungssitz während der NS-Zeit. Gerade die Geschichte des nahe gelegenen sogenannten Berghofes soll deshalb thematisch stärker in die Dauerausstellung einbezogen werden.

Nach derzeitiger Planung komme ein Baubeginn voraussichtlich frühestens 2015 in Betracht. Der Bund beteiligt sich allerdings aus finanziellen Gründen, nicht an dem Projekt, obwohl er es grundsätzlich befürworte, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Der Freistaat Bayern will daher das Projekt alleine finanzieren – vorbehaltlich einer Bewilligung der Mittel durch den Bayerischen Landtag. Christian Fischer