weather-image
25°
Traditionsreiche Almer Wallfahrt nach St. Bartholomä bei traumhaftem Sommerwetter

2 500 Wallfahrer pilgern über das Steinerne Meer

Schönau am Königssee – Etwa 2 500 Wallfahrer machten sich am Samstag von Maria Alm aus auf den Weg über das Steinerne Meer nach St. Bartholomä.

Die Musikanten aus Maria Alm schleppten traditionell ihre Instrumente über das Steinerne Meer und untermalten auch die Bergmesse beim Riemannhaus. (Fotos: Bauregger)
2 500 Wallfahrer pilgerten heuer nach St. Bartholomä. Weitere Bilder unter www.berchtesgadener-anzeiger.de.

Nach einer feierlichen Bergmesse um 8 Uhr oberhalb des Riemannhauses, zelebriert vom Almer Pfarrer Christian Schreilechner und musikalisch gestaltet durch die Musikkapelle Maria Alm unter Leitung von Andreas Machreich, nahmen Pilger und Musiker mit ihren Instrumenten die Hochgebirgsüberquerung in Angriff. Mit dabei zum 46. Mal Vorgeher Georg »Schurl« Imlauer.

Anzeige

Trittsicherheit, Ausdauer und eine gute Hitzeverträglichkeit waren heuer gefragt, denn die Temperaturen waren auch in dieser Höhe über 2 000 Metern auf mehr als 20 Grad angestiegen. Bereits kurz nach Beginn des Fußmarsches wurden zwei Männer verletzt. Der eine nur leicht am Kopf, er konnte die Wallfahrt weiter mitgehen. Ein zweiter musste, nach Notversorgung durch Pilger, mit einer stark blutenden Kopfwunde und einer Armverletzung mit dem Hubschrauber abgeholt werden. Ansonsten verlief die Wallfahrt ohne weitere Unfälle.

Am Baumgartl, wo die Grenze zu Bayern verläuft, machten die Musiker und die Wallfahrer zum Empfang des Almsegens einen ersten größeren Halt. Dort wurden sie vom Leiter der Berchtesgadener Polizei, Polizeihauptkommissar Andreas Heynig, von Zolloberinspektor Stephan Wagner sowie Gemeinderat Beppo Maltan in Vertretung der Gemeinde Schönau am Königssee herzlich empfangen. Am Kärlingerhaus war dann eine längere Hauptrast eingeplant. Dort stärkten sich die Wallfahrer, ruhten sich in der Sonne aus oder erfrischten sich im kühlen Nass des Funtensees.

Nach einigen Ehrenmärschen führte schließlich der weitere Weg bei weiter sommerlichen Temperaturen durch die Saugasse nach St. Bartholomä, wo die Hauptgruppe der Wallfahrer gegen 16.30 Uhr ankam. Offiziell wurden sie dort von einer bayerischen Delegation unter Federführung von Bürgermeister Hannes Rasp begrüßt. Holzknechte des Nationalparks spendierten für die durstigen Pilger auf einem Landauer einen ersten Schluck Bier. Gemeinsam zog die Schar der Wallfahrer schließlich in die Kirche St. Bartholomä ein, in der die Wallfahrt mit einer feierlichen Andacht abgeschlossen wurde. Trotz aller Strapazen ließ es sich die Musikkapelle Maria Alm nicht nehmen, danach im Biergarten noch fleißig aufzuspielen. Wir kommen auf die Almer Wallfahrt noch umfassend zurück. Werner Bauregger