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23 Kandidaten für 15 Gremiumssitze

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Die Unternehmerin Irene Wagner aus Marktschellenberg will IHK-Gremiumsvorsitzende bleiben. (Foto: Hudelist)

Marktschellenberg – Rund 8 300 IHK-Mitglieder im Landkreis sind derzeit aufgerufen, ihre neuen Vertreter zu wählen, sowohl für die Vollversammlung als auch für das regionale Gremium. Für die Landkreis-Vertretung stellen sich 23 Kandidaten aus Industrie, Handel und Dienstleistung, darunter zehn Neue, zur Wahl. Irene Wagner aus Marktschellenberg will sich der Wiederwahl als Gremiumsvorsitzende stellen, vorausgesetzt sie wird in das 15-köpfige Gremium gewählt. Zu kämpfen hat die IHK vor allem mit einer niedrigen Wahlbeteiligung. 2011 gab im Landkreis gerade einmal jeder zehnte Wahlberechtigte seine Stimme ab.


Alle fünf Jahre wählen die Pflichtmitglieder der IHK ihr Parlament, also die Vollversammlung in München, aber auch die regionale Vertretung, das Gremium. Ab Mai dann mit dem neuen Namen »Regionalausschuss«. Neu ist auch, dass sich statt bisher 18 nur noch 15 Mitglieder dreimal im Jahr treffen werden, um wirtschaftspolitische Schwerpunkte zu diskutieren.

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Zur Wahl stellen sich 18 Männer und fünf Frauen, einige von Noch-Vorsitzender Irene Wagner vorgeschlagen oder gefragt. »Ich wollte, dass vom größten Unternehmen im Landkreis ein Vertreter dabei ist. Daher findet sich Katharina Eisl vom Stahlwerk Annahütte auf der Kandidatenliste genauso wie Jörg Thomas Schmitt von den Stadtwerken Bad Reichenhall, weil das Thema Energie in Zukunft eine noch größere Rolle spielen wird«, so Wagner. Noch-Vorsitzende deshalb, weil sich Wagner selbst der Wahl stellen muss. Sollte sie von den Mitgliedern nicht in den Ausschuss gewählt werden, kann sie auch nicht mehr Vorsitzende werden.

Stimmabgabe bis 6. Mai

Die Unterlagen für die Briefwahl sind in den Chefetagen der Firmen schon lange angekommen, bis 6. Mai hat jeder Unternehmer die Möglichkeit, eine Stimme für die Vollversammlung und eine Stimme für das BGL-Gremium abzugeben. Die Auszählung dauert dann bis Mitte Mai, am 6. Juni wird die konstituierende Sitzung mit allen neu gewählten Mitgliedern stattfinden.

Wagner hofft vor allem, dass die Wahlbeteiligung dieses Mal höher ist als 2011. Damals nahm im Landkreis nur jeder zehnte Unternehmer an der Wahl teil, bayernweit war die Wahlbeteiligung mit knapp sieben Prozent noch niedriger. Eine Unzufriedenheit mit der IHK will Wagner aus dem geringen Interesse aber nicht herauslesen. »Die Regionalisierung der IHK hat sicher geholfen dass unsere Mitglieder den Nutzen der IHK erkennen«. Durch die neue Regionalstelle in Rosenheim seien viele Beratungsangebote näher an die Betriebe im Landkreis herangerückt.

Interessenvertretung für die Unternehmer

Zudem ist Wagner überzeugt davon, dass die Unternehmen eine gesetzliche Vertretung wie die IHK brauchen. »Wir erheben die Stimme für alle Unternehmer wenn es zum Beispiel in Berlin um neue Gesetze geht, die die Wirtschaft betreffen«. Dass Flüchtlinge nach der dreijährigen Ausbildung dann noch zwei Jahre im Betrieb bleiben dürfen, sei eine Forderung der IHK München und Oberbayern gewesen, die jetzt im Integrationspaket der Bundesregierung beschlossen werden soll. Michael Hudelist

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