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28-Jähriger scheitert bei Winter-Begehung

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Einen 18-Jährigen, der durch eine Schneewechte gebrochen war, musste die Bergwacht am Hochschlegel retten. (Foto: BRK BGL)

Berchtesgadener Land – Einsatzkräfte der Bergwachten Berchtesgaden, Marktschellenberg und Bad Reichenhall waren am Samstag und Sonntag dreimal zusammen mit der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« im Einsatz: Am Samstagvormittag wurden zwei Skifahrer bei einem Zusammenstoß am Jenner-Krautkaser schwer verletzt, am Samstagnachmittag brach ein 18-Jähriger durch eine Schneewechte am Hochschlegel und am Sonntagabend scheiterte ein 28-Jähriger bei einer Winter-Begehung des Untersberg-Klettersteigs. Am Sonntagnachmittag stürzte außerdem ein Berchtesgadener Gleitschirmpilot beim »Listwirt« ab.


Am Jenner-Krautkaserfeld stießen am Samstag zwei Skifahrer zusammen, wobei beide schwer verletzt wurden. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte sie, bevor sie mit »Christoph 14« und »Christophorus 6« abtransportiert wurden.

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Am Samstagnachmittag gegen 14.25 Uhr rief eine junge Frau vom Hochschlegel im Lattengebirge an, da ihr 18-jähriger Freund aus Baden-Württemberg am Gipfel zu weit an den Rand gegangen, durch eine Schneewechte gebrochen, rund sechs Meter in Richtung der Reichenhaller Rinne abgestürzt und im Schnee stecken geblieben war. »Christoph 14« war gerade in der Nähe und konnte den jungen Mann aus der Luft orten; ein Einsatz per Rettungstau war jedoch aufgrund der überhängenden Wechte zu gefährlich.

Die Reichenhaller Bergwacht hatte gerade ihr Skirennen am Predigtstuhl beendet und traf wenige Minuten nach Alarm mit sechs Einsatzkräften am Unfallort ein. Sie konnten mit Bandschlingen und Reepschnüren durch das steile Gelände absteigen und den 18-Jährigen nach oben führen. Er wurde mit der Seilbahn ins Tal gefahren und per Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert, da er sich am Kopf verletzt und diverse Schürfwunden zugezogen hatte. Ein bei einer Übung in der Nähe eingesetzter und bereits angeforderter Transporthubschrauber der Bundespolizei mit Rettungswinde wurde nicht mehr benötigt.

Ein Flugunfall ereignete sich am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr im Reichenhaller Ortsbereich Nonn. Ein 20-jähriger Berchtesgadener startete bei sonnigem Wetter mit seinem Gleitschirm von der Zwieselalm. Während des Landeanflugs auf eine Wiese im Nonner Oberland beim »Listwirt« erfasste ihn plötzlich eine Luftböe, sodass er aus drei bis fünf Metern Höhe auf den Boden stürzte. Dadurch wurde der 20-Jährige mittelschwer verletzt und kam anschließend mit dem Rettungswagen des BRK in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Am Sonntagabend gegen 18.10 Uhr rief ein 28-jähriger Mann aus dem Landkreis Traunstein die Notrufnummer an, da er im oberen Drittel des Hochthron-Klettersteigs auf der Untersberg-Südseite in Bergnot geraten war. Der gut ausgerüstete Mann war den ganzen Tag unterwegs, kam aber aufgrund des Schnees nur langsam voran und war dann unterhalb der letzten steilen Wand am Ende seiner Kräfte. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« flog im letzten Tageslicht einen Marktschellenberger Bergwachtmann am 32-Meter-Tau zur Einsatzstelle, der den Mann an Tau nahm. Beide wurden auf die von der Feuerwehr ausgeleuchtete Thorer-Wiese ausgeflogen. Der 28-Jährige fror, war aber ansonsten unverletzt. ml