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3,5 Millionen Euro für Personalwohnungen

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Zwischen 25 und 50 Quadratmeter groß sollen die 44 Wohnungen werden, informierte Hettegger die Heimatzeitung am Dienstag. Neben einer Kochnische und einer Nasszelle sollen die Appartements alles bieten, was zum modernen Standard dazugehört. Mehr als 20 in die Jahre gekommene Wohnungen existieren momentan im Obergeschoss des Hotels »Watzmann«.


18 weitere Unterkünfte sind derzeit in Berchtesgaden und Umgebung angemietet. »Das kostet aber viel Geld und war auf Dauer keine Lösung«, sagte Hettegger. Neben den neuen Unterkünften wird eine Tiefgarage umgesetzt. »Das war uns ein persönliches Anliegen.« Zwei Parkdecks, die unter anderem vom Franziskanerplatz angesteuert werden, ergänzen das ambitionierte Projekt.

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Der Bau soll insgesamt eineinhalb Meter niedriger bleiben als das jetzige Hotel »Watzmann« und sich laut Geschäftsleiter Anton Kurz von der Marktgemeinde Berchtesgaden »sehr gut in das Umgebungs-Gesamtbild einfügen«. Für Thomas Hettegger sei es wichtig gewesen, seinen Mitarbeitern eine attraktive Unterkunft anbieten zu können. »Nur so ist es möglich, auf lange Sicht gutes Personal zu rekrutieren, das lange bei uns bleibt.«

Seitens der Anrainer gibt es keinerlei Bedenken, ein Großteil hat bereits unterschrieben, zwei Nachbarn werden in der kommenden Woche ihr Einverständnis geben. Das Arbeitnehmerwohnheim wird wie das Hotel »Edelweiß« an das Fernwärmenetz des Biomasseheizkraftwerks in Schönau am Königssee angeschlossen werden. Entgegen der Annahme eines Gemeinderats sind keine Geschäftsräume geplant. Die Nutzung wird sich ausschließlich auf den Wohnraum beschränken.

Gemeinderat Michael Widmann (Grüne) zeigte sich vom Gesamtprojekt begeistert, dass sich endlich jemand des »Schandflecks dort hinten« annimmt. Trotzdem sei es wichtig, sich städteplanerisch den Raum rund um das denkmalgeschützte Hotel »Watzmann« und den angrenzenden hinteren Bereich vorzunehmen. »Eine Gesamtlösung wäre notwendig«, so Widmann. In einer der nächsten Sitzungen soll der Hauptausschuss über eventuelle Möglichkeiten beraten. Thomas Hettegger zeigte sich zufrieden, dass es seitens der Gemeindeverwaltung keine Widerstände gab. »Uns geht es nur um die Unterkünfte. Bei der Fassadengestaltung kann die Gemeinde gerne mitreden«, sagte er gegenüber der Heimatzeitung.

Wenn alle Genehmigungen vorliegen, soll bereits gegen Ende des Jahres der Abbruch der Baracken beginnen. Hettegger befürchtet, dass dies wegen des angrenzenden Felsens mit viel Aushubarbeiten verbunden sein könnte. Läuft alles nach Plan, wird das Arbeitnehmerwohnheim neun Monate nach Baubeginn fertiggestellt sein. kp

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