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40 Migranten transportiert

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In diesen Neunsitzer hatte der Schleuser 20 Menschen gezwängt. (Foto: Bundespolizei)

Piding/Bayerisch Gmain – Die Bundespolizei hat am Dienstag zwei mutmaßliche Schleuser auf der A 8 und auf der B 20 festgenommen. Insgesamt hatten die Männer unabhängig voneinander 40 Ausländer nach Deutschland gebracht.


In der Nacht kontrollierten Bundespolizisten bei Piding die Insassen eines Transporters aus Polen. Obwohl das Fahrzeug als Neunsitzer zugelassen ist, saßen 20 Personen darin. Die 19 Begleiter des polnischen Fahrers, sechs Frauen, sechs Männer und sieben Kinder, hatten keine Papiere dabei. Sie stammen wohl aus dem Irak. Fünf mussten die Fahrt im Kofferraum verbringen. Die Kinder, darunter ein 16 Tage altes Baby, saßen ungesichert auf den Schößen der Erwachsenen.

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Nur zwei Stunden später stoppten die Beamten bei Bayerisch Gmain ein Fahrzeug mit ungarischer Zulassung. Zunächst schien der Fahrer dem Anhaltesignal Folge zu leisten, bis er plötzlich beschleunigte und in Richtung B 20 flüchtete. Bei der Verfolgung durch die Bundespolizei überfuhr er eine Verkehrsinsel sowie ein Verkehrszeichen.

Die Bundespolizisten konnten die Flüchtigen auf der B 20 stoppen. Dort stellte sich heraus, dass der Grieche in seinem Wagen 21 Personen ohne Papiere über die Grenze gebracht hatte. Die zehn Frauen, drei Männer und acht Kinder saßen zusammengepfercht und ungesichert auf der Ladefläche des Kleintransporters. Der mutmaßliche Schlepper wird heute mit dem Antrag auf Untersuchungshaft bei Gericht vorgeführt. fb