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470 Schüler erkunden den Nationalpark

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Sand? Schluff? Oder doch Ton? Schülerinnen und Schüler der Unterstufe des Gymnasiums Berchtesgaden untersuchten Bodenproben und lernten unter der Leitung von Nationalpark-Mitarbeiterin Michaela Mandlik (l.) verschiedene Bodenlebewesen kennen. (Foto: Nationalpark Berchtesgaden)

Berchtesgaden – Zeitreisen im Wimbachtal, Besuche beim »König der Lüfte«, eine »Nationalpark-Talkshow« oder Wetterphänomene im Hochgebirge: 470 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden besuchten kürzlich beim ersten »Nationalpark-Projekttag« den einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands. Bei 18 verschiedenen Programmen für Unter-, Mittel- und Oberstufe stellten Nationalpark-Mitarbeiter das Schutzgebiet mit seinen vielseitigen Aufgaben und Funktionen sowie seiner Tier- und Pflanzenwelt vor.


»Das große Interesse und die fleißige Mitarbeit der Schüler, auch bei so komplexen Themen wie Nutzungskonflikten im Nationalpark, haben mich wirklich angenehm überrascht«, freut sich Nationalpark-Mitarbeiter Lorenz Köppl, der mit 16 Teilnehmern aus der Oberstufe am Jenner unterwegs war.

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Auch die Schüler der Mittelstufe waren bei Exkursionen zur Königsbachalm sowie im Klausbach- und Wimbachtal begeistert bei der Sache. Für die Unterstufe standen Mitmach-Aktionen im Nationalparkzentrum »Haus der Berge« auf dem Programm, andere Teilnehmer waren auf den Spuren von Steinadlern, Spechten und Wassertieren im Klausbach- und Wimbachtal unterwegs. Die Schüler durften dabei selbst wählen, an welchem Angebot für ihre Jahrgangsstufe sie teilnehmen wollten.

»Der Nationalpark Berchtesgaden ist ein wesentlicher Bestandteil der Heimat unserer Schüler«, unterstreicht Schuldirektor Andreas Schöberl die Bedeutung des Schutzgebietes für die Kinder und Jugendlichen aus Berchtesgaden und Umgebung. »Daher ist es wichtig, dass sie die komplexen ökologischen und auch kulturellen Zusammenhänge kennen und schätzen lernen.«

Der erste »Nationalpark-Projekttag« des Gymnasiums Berchtesgaden war für die Mitarbeiter des Schutzgebiets eine organisatorische Herausforderung, Experten aus allen Sachgebieten beteiligten sich an der Umsetzung. Andrea Heiß, Leiterin des Sachgebiets Umweltbildung, freut sich über eine gelungene Veranstaltung: »Rund ein Drittel aller Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung war in die Organisation und Durchführung des Projekttages eingebunden. Das unterstreicht die große Bedeutung, die auch wir einer intensiven Zusammenarbeit mit den Schulen aus der Umgebung beimessen.«

Schon jetzt steht fest: Der »Nationalpark-Projekttag« am Gymnasium Berchtesgaden wird aufgrund des großen Erfolges ab sofort jährlich stattfinden. Noch bis Freitag, 30. Oktober, ist in der Aula des Gymnasiums eine Ausstellung mit rund 150 Bildern von allen Veranstaltungen zu sehen. Der Projekttag wurde unterstützt von der Bayerischen Seenschifffahrt und der Gemeinde Ramsau. fb