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5 Millionen Euro zu teuer: Landrat zieht Reißleine

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Foto: Hudelist

Bad Reichenhall – Landrat Georg Grabner hat in Sachen Landratsamt-Umbau die Reißleine gezogen: Die Planungen wurden eingestellt, man sucht jetzt nach Alternativen ...


In einer gemeinsamen Besprechung mit den Vorsitzenden der im Kreistag vertretenen Fraktionen und seinen Stellvertretern bestand die einhellige Meinung, die jetzigen Planungen aufgrund der Kostensteigerung einzustellen und sich die Zeit für die Suche nach Alternativen zur bisherigen Planung zu nehmen.

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Umbau war mit 22,7 Millionen Euro eingeplant

Das Landratsamt weist erhebliche bauliche Mängel auf, die dringend behoben werden müssen. Gleichzeitig platzt das Dienstgebäude aufgrund der beengten Raumsituation, bedingt durch erhebliche Aufgabenmehrungen in den vergangenen Jahren und die dadurch notwendigen Einstellungen von Mitarbeitern, aus allen Nähten. Aktuell fehlen konkret rund 50 Arbeitsplätze. Aus diesem Grund beschloss der Kreistag im vergangenen Jahr auf der Basis einer Kostenschätzung von 22,7 Millionen Euro den Umbau und die Bestandserweiterung des Landratsamtes.

Jetzt kam die Wende: Die nunmehr vorgelegte Kostenberechnung des beauftragten Architekturbüros geht unter Einbeziehung der notwendigen Fachplanungen von voraussichtlichen Gesamtkosten von 28,7 Millionen Euro für die Generalsanierung und die Erweiterung, einschließlich der Kosten für eine Interimslösung während der Bauzeit, aus. Das bedeutet eine Steigerung der Kosten in Höhe von rund 26 Prozent im Vergleich zur Kostenschätzung.

Kostensteigerung: »Besser wir ziehen jetzt die Reißleine«

»Aufgrund dieser veränderten Situation ist es aus meiner Sicht nicht mehr vertretbar, diese Umbauvariante weiter zu verfolgen. Hinzu kommt, dass weitere Kostensteigerungen beim Umbau nicht ausgeschlossen werden können. Besser wir ziehen jetzt die Reißleine und prüfen weitere Lösungsmöglichkeiten«, so Landrat Georg Grabner.

Ziel sei es, die Weichen für ein funktionales und zeitgemäßes Landratsamtsgebäude zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen zu stellen und die Anforderungen für die nächsten Jahrzehnte zu erfüllen.
Einhellig wurde mit den Fraktionen auch vereinbart, auf die kommende Kreistagssitzung am 5. Mai, bei der die Umbaumaßnahme beschlossen werden sollte, zu verzichten.