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500 Pink-Floyd-Fans im Kurgarten

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»Remember when you were young, you shone like the sun.« Mit dieser Textzeile aus dem »Pink Floyd«-Song »Shine On You Crazy Diamond« begann ein grandioser Sommerabend im Kurgarten. Ganz nach dem Sinn des Songtextes erinnerten sich wohl die meisten der nicht mehr ganz jungen Fans an ihre Jugend zurück, als David Gilmour, Roger Wagers, Richard Wright und Nick Mason ihre großen Musikhelden waren.


Das Quartett bildete in den 70er- und 80er-Jahren die Stammformation der 1964 gegründeten Superband, die bis heute fast 300 Millionen Tonträger verkaufte.

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Nach jahrzehntelangen Streitigkeiten und gerichtlichen Auseinandersetzungen in den 90er-Jahren trat die Band 2005 noch einmal gemeinsam auf.

Nachdem Keyboarder Richard Wright 2008 verstorben ist, haben sich die Hoffnungen der Fans auf eine Wiedervereinigung in Originalbesetzung aber endgültig zerschlagen.

Doch zum Trost der vielen »Pink Floyd«-Anhänger gibt es ja noch Bands wie »The Floyd Council«, die die Erinnerung an David Gilmour & Co. wach halten.

Mit dem genannten Song der 1975 erschienenen Platte »Whish You Were Here« schafften die Salzburger um Sänger Nick Niedt und Gitarrist Horst Fischer einen grandiosen Einstieg.

Später sollte dann von derselben Platte auch noch der Titelsong »Whish You Were Here« folgen. Drei Jahre zuvor war 1973 bereits »Pink Floyds« Meisterwerk »Dark Side of the Moon« erschienen. Freilich hörte das Publikum an diesem Abend gleich mehrere Songs von dem Album.

Da gab es »Time« mit dem tausendfach gehörten Uhrticken als Songeinstieg, den Ohrwurm »Money« und das mystische »Us & Them« mit all seinen Effekten.

»The Floyd Council« hatten sich schnell warm gespielt, überzeugten mit konzentriertem Spiel, einer gut eingesetzten Lichtshow, emotionalen Videos auf einer Leinwand und perfektem Sound.

Und vor allem genossen die Salzburger die Zuneigung des Publikums, das immer wieder mit Szenenapplaus auf sich aufmerksam machte. Auch wenn man leider durch ein trennendes Pflanzenbeet etwas zu weit von der Band entfernt war.

Viele hatten sich auf der Rasenfläche ganz im Stil eines Open-Air-Konzerts niedergelassen oder sich eine der Bänke geschnappt.

Mit fortschreitender Konzertdauer genossen immer mehr Fans im Stehen die Musik ihrer Jugend und gingen so richtig mit, als Sänger Nick Niedt das Publikum wissen ließ: »We don’t need no education.«

Mit dem rhythmischen Song »Another Brick in the Wall« kam noch einmal richtig Bewegung ins Publikum. Erst nach mehreren Zugaben näherte sich wirklich das Konzertende, das mit einem bunten Feuerwerk im nächtlichen Himmel über Berchtesgaden markiert wurde.

Als Einstimmung hatte sich am frühen Abend die Berchtesgadener Alternative-Rockband »Jaywalk« dem Publikum präsentiert. Obwohl diesmal ohne Bassisten auf der Bühne, heizte die Gruppe um Sänger Detlev Knoll dem Publikum kräftig ein.

Das hörte in erster Linie Songs aus dem aktuellen Album »Chains of Ignorance«. UK