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56-jähriger Münchner stirbt am Hochkalter

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Ein verletzter 55-jähriger Einheimischer brauchte am Sonntagmittag bei der Saletalm Hilfe. Die BRK-Wasserwacht holte ihn mit ihrem Rettungsboot. (Archivbild: Leitner/BRK BGL)

Berchtesgadener Land – Die Bergwachten Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Marktschellenberg und Ramsau und die Wasserwacht Berchtesgaden mussten von Freitag bis Sonntag zu insgesamt 13 Notfällen ausrücken. Ein tragischer Unfall ereignete sich unter anderem am Hochkalter, wo ein 56-jähriger Münchner oberhalb der Blaueishütte zusammengebrochen und verstorben ist.


Ein elfjähriger Bub hat sich am Freitag gegen 14.45 Uhr auf der Forststraße oberhalb der Mitterkaseralm schwer am Sprunggelenk verletzt. Die Bergwacht Berchtesgaden fuhr mit ihrem Geländefahrzeug zur Unfallstelle und forderte dann einen Notarzt nach, da der Bub über starke Schmerzen klagte. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers »Christophorus 6« landete am Stachus, übernahm den Patienten und brachte ihn dann zum Salzburger Landeskrankenhaus.

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Hubschrauber im Dauereinsatz

Ein Wanderer erlitt am Freitag gegen 18.50 Uhr eine schwere Fußverletzung im Wimbachgries. Er war noch selbst vom Trischübl zur Grieshütte abgestiegen. Die Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau rückten zunächst mit ihrem Rettungsfahrzeug aus, forderten dann aber wegen starker Schmerzen des Patienten einen Hubschrauber an. Die Besatzung von »Christophorus 6« aus Salzburg landete direkt an der Hütte, versorgte den Verletzten notärztlich und flog ihn zum Krankenhaus.

Am Samstagmittag gegen 11.45 Uhr rückte die Bergwacht Berchtesgaden zum Grünstein-Klettersteig aus, wo sich eine 53-jährige Klettersteig-Geherin aus dem Landkreis Traunstein unterhalb der Hängebrücke verletzt hatte. Die Bergretter versorgten die Frau, seilten sie ab und brachten sie ins Tal. Eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport zur Kreisklinik Berchtesgaden.

Zeitgleich versorgte die Bergwacht Bad Reichenhall beim Alpinen Dreikampf »Graziman« ein zwölfjähriges, einheimisches Mädchen und brachte es zum Mauthäusl. Das Mädchen hatte sich bei einem Radsturz am Fuß verletzt. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport zum Klinikum Traunstein.

Sohn und Arzt wollten Bergsteiger wiederbeleben

Ein 56-jähriger Bergsteiger aus München ist gegen 13 Uhr wegen einer internen Erkrankung am Hochkalter etwas oberhalb der Blaueishütte zusammengebrochen. Als der erste Bergwachtmann am Einsatzort eintraf, wurde der Mann bereits durch seinen Sohn und einen zufällig anwesenden Schweizer Arzt wiederbelebt. Die Besatzung des Zeller Notarzthubschraubers »Alpin Heli 6« landete wenige Minuten nach dem Alarm direkt neben der Einsatzstelle und setzte die Wiederbelebungsmaßnahmen fort. Die Einsatzkräfte konnten den Bergsteiger aber nicht mehr retten. »Alpin Heli 6« flog im Anschluss den Sohn des Patienten ins Tal, wo er vom Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht zusammen mit der Frau des Verstorbenen betreut wurde. Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und die Besatzung des nachgeforderten Polizeihubschraubers »Edelweiß 7« brachten den Verstorbenen ins Tal.

Wespe sticht Epileptikerin

Eine Epileptikerin wurde kurz nach 14 Uhr im Zauberwald am Hintersee von einer Wespe gestochen. Der alarmierte Landrettungsdienst des Roten Kreuzes versorgte die 47-Jährige aus Baden-Württemberg notärztlich und forderte zum Transport durchs unwegsame Gelände die Bergwacht Ramsau nach. Die Patientin wurde danach in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht.

Ein 50-jähriger Bergsteiger stürzte gegen 16.25 Uhr in rund 1 500 Metern Höhe beim Abstieg von der Reiter Alpe über den Böslsteig zur Halsgrube und verletzte sich dabei schwer am Kopf. »Edelweiß 7« setzte bereits wenige Minuten nach dem Notruf den Ramsauer Bergwacht-Notarzt und danach noch zwei weitere Bergretter mit Ausrüstung per Winde beim Patienten ab. Der 50-Jährige wurde in den Luftrettungssack umgelagert, mit dem Notarzt per Winde aufgenommen und nach Salzburg geflogen.

»Edelweiß 7« brachte danach noch die Bergretter und die Begleiter des Verletzten ins Tal und wurde zwischenzeitlich in Schönau mit dem Kerosinanhänger der Bergwacht Berchtesgaden wieder aufgetankt. Gegen 20 Uhr musste die Bergwacht Ramsau nochmal ausrücken, da in der Wimbachgrieshütte ein Bergsteiger mit einem akuten Migräne-Anfall medizinische Hilfe brauchte.

Am Sonntagmittag kurz nach 12.30 Uhr fuhr die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot über den Königssee zur Saletalm, wo ein verletzter 55-jähriger Einheimischer Hilfe brauchte. Der Mann war bereits vor der Fischunkelalm gestürzt und war dann noch aus eigener Kraft mit Begleitung bis nach Salet weitergegangen. Die drei Wasserretter versorgten die Wunden im Gesicht, am Arm und am Knie und fuhren den Patienten dann zur Seelände, wo ihn eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Berchtesgaden brachte.

Fußverletzung in der Almbachklamm

Eine 38-jährige Frau aus dem Salzburger Flachgau hat sich am Sonntag gegen 13.15 Uhr bei der Brücke 3 in der Almbachklamm am Fuß verletzt. Die Retter der Bergwacht Marktschellenberg versorgten die Patientin, brachten sie per Trage aus der Klamm und übergaben sie an der Kugelmühle an eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes, die den weiteren Transport zum Salzburger Unfallkrankenhaus übernahm.

Ein 64-jähriger Einheimischer ist gegen 14.15 Uhr am Färberwinkl zwischen Bischofswieser Ache und Tris tramgraben mit dem Rad gestürzt und hat sich dabei verletzt. Die Bergwacht Berchtesgaden brachte den Patienten bis zur befahrbaren Straße, wo der Rettungswagen stand. Im Anschluss wurde er in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert.

Kurz nach 16 Uhr musste die Bergwacht Marktschellenberg erneut in Richtung Almbachklamm ausrücken, wo ein erschöpfter Wanderer zwischen dem Dunkelgraben und der Theresienklause Hilfe brauchte. Die Einsatzkräfte suchten zu Fuß die Wege über eine Stunde lang ab, mussten aber schließlich feststellen, dass der mutmaßliche Patient dann doch aus eigener Kraft weitergegangen war und keine Hilfe mehr brauchte. fb