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600 Asylsuchende bis Ende 2015

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Berchtesgaden – 400 Asylbewerber leben aktuell im Berchtesgadener Land. Der Großteil im südlichen Landkreis. Landrat Georg Grabner möchte nun vor allem den mittleren und nördlichen Landkreis in die Pflicht nehmen. »Im Süden passiert erst einmal nichts mehr.« Von Zwangszuweisungen möchte er aber nichts wissen, ausschließen werde er sie aber auch nicht.


Die Asylunterkünfte im Berchtesgadener Land sind gut belegt, viele Häuser sind schon voll, einige stehen kurz vor der Aufnahmegrenze. Auch in der von der Regierung von Oberbayern betriebenen Unterkunft in Bischofswiesen, gleich neben dem Panorama Park, ist die Obergrenze fast erreicht, wie kürzlich am Rande eines Pressetermins von Landrat Georg Grabner zu erfahren war.

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In den nächsten Wochen steigen die Asylbewerberzahlen nochmals deutlich, prophezeit dieser. Im nächsten Jahr geht es ungebremst weiter. Bis Ende 2015 sollen 600 Asylbewerber im Landkreis wohnen. Allerdings sind diese Zahlen angesichts der zahlreichen Krisenherde weltweit nur vorsichtige Prognosen. Mit der Materie Vertraute sind sich sicher, dass es deutlich mehr als 600 Asylbewerber sein werden, die Ende des kommenden Jahres im Berchtesgadener Land leben werden.

»Wir haben zur Zeit einige vielversprechende Angebote für potenzielle Unterkünfte«, sagt Landrat Grabner. Derzeit entscheiden sich auch immer mehr Pensionen und kleinere, meist ältere Hotels dafür, ihre Zimmer dem Landkreis anzubieten. Denn die Auslastung ist mittelfristig gesichert, die Zahlungen ebenso, auch über die Wintermonate hinweg.

Das Landratsamt erwartet für die nächsten Tage und Wochen weitere Zuweisungen: So sollen 35 Asylbewerber nach Saaldorf-Surheim kommen, in den Sportpark Freilassing 70 weitere. Kilian Pfeiffer