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Edelweiß-Bergpreis ist bereits eine feste Marke in der Oldtimerszene – Schnitzer-BMW siegt

7 500 Zuschauer am Roßfeld

Der Schnitzer BMW gewann die Jurywertung.
Joachim Althammer aus Ainring ist mit dem Verlauf des Edelweiß Bergpreises am Roßfeld sehr zufrieden. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
Alfred Jodl war beim 2. Roßfeld Bergpreis mit einem Abarth 1300 OT am Start.

Berchtesgaden – Einen Tag nach dem Internationalen Edelweiß-Bergpreis am Roßfeld durfte Organisator Joachim Althammer wieder entspannt sein. Schließlich herrscht beim Ainringer rundum Zufriedenheit über die große Resonanz, auf die die Oldtimer-Zeitreise gestoßen war. 7 500 Zuschauer entlang der Strecke erlebten ein eindrucksvolles Spektakel mit sehenswerten Gefährten aus guter alter Zeit.


Es ist Althammer gelungen, mit seiner nostalgischen Zeitreise in die glorreichen Jahre der Europameisterschafts-Bergläufe den Motorsport beinahe von seinen Anfängen bis zum Ende der großen Bergrennen in den 70er Jahren darzustellen. War sich der Veranstalter nach der Ouvertüre des Roßfeld-Bergpreises im vergangenen Jahr nicht sicher, ob es eine Fortsetzung geben würde, so freut sich der Ainringer jetzt bereits auf den dritten Bergpreis am Roßfeld im nächsten Jahr.

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Ein Schwerpunkt des Bergpreises 2015 soll der Start von mehreren Formel V-Rennwägen sein, die Mitte der 60er Jahre die große Attraktion auf Rundstrecken, aber auch am Roßfeld waren. Im nächsten Jahr darf man Roßfeld Austro V, Apal, Bora, Hansen, HAS, Kaimann, Olympic, RPB, Swiss-V und Zarp erwarten.

»Alle Änderungen, die wir nach der Premiere des Bergpreises vorgenommen haben, bewährten sich vollauf. So lagen wir mit einem Fahrerlager völlig richtig, die Brotzeitmeile wurde gut angenommen und wir sind mit den 7 500 Zuschauern sehr zufrieden. Ich habe von Fahrern und Zuschauern ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen. Viele Fahrer haben angekündigt, noch andere Rennsportfreunde mitzubringen. Wir möchten uns langfristig europaweit positionieren«, so das positive Fazit Althammers.

Dieses Mal waren auch ein Porscheclub aus England und viele Teilnehmer aus dem Norden Deutschlands sowie aus Österreich und der Schweiz dabei: »Es war eine richtig runde Motorsportgeschichte, das Wetter hat gestimmt und die Zuschauer erlebten hochklassigen Motorsport «, so der Veranstalter, der nach weiteren Sponsoren Ausschau hält. Denn dann kann auch Schlechtwetter die Veranstaltung nicht in ein Minusgeschäft befördern.

Joachim Althammer ist als Beifahrer von Walter Röhrl dabei gewesen und konnte sich dabei den Fahrgenuss eines schnellen Autos wie des Porsche 718 W-RS Bergspyder erleben. »Unglaublich, wie dieser Rennwagen anschiebt und läuft«, sagt Althammer begeistert. Dieser Rennwagen bekam den Kosenamen »Großmutter«, weil er so lange erfolgreich im Renneinsatz war. Dieses Auto mit Rallye-Legende Walter Röhrl mit dem unverkennbaren röhrenden Motor war die große Attraktion des Bergpreises. »Es ist mir eine große Ehre, dieser tollen Veranstaltung in jedem Jahr beizuwohnen«, schwärmte Röhrl, der den Schirmherrn Dr. Peter Ramsauer zu einer Auffahrt auf das Roßfeld mitnahm. Dem ehemaligen Verkehrsminister gefiel zwar die Auffahrt, doch seine Gesichtsfarbe war im Ziel doch etwas fahl. »Das hat sich Ramsauer doch etwas anders vorgestellt«, befand Roßfeldkenner Althammer nach dem Renneinsatz des Politikers als Co-Pilot.

Die Gruppe der Edelkarossen Ferrari, Lamborghini, Porsche, Mercedes, Aston-Martin und dergleichen, die am Freitagmittag einen Marktkorso absolviert hat, wird im nächsten Jahr wiederkommen und die sehenswerten Gefährte am Samstag im Fahrerlager präsentieren.

Althammer gab jetzt auch die Jurywertung des Bergpreises bekannt. So erkor eine kompetente Jury mit den Attributen Historie des Autos, Outfit des Fahrers sowie Zuschauerzuspruch einen ultraschnellen Schnitzer-BMW 2800 CS von Franz Ostermaier zum überlegenen Sieger des Roßfeld-Bergpreises. Der zweite Platz ging an den Österreicher Alfred Jodl auf einem roten Abarth 1300 OT. Dritter wurde Johann Kofler auf einem Sechszylinder, einem Drei-Liter-Sunbeam Supersport aus dem Jahr 1930. Christian Wechslinger