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700 Anfragen im ersten Jahr

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Im Juni hatte man die »Alpine Auskunft« im Bergsteigerhaus Ganz eröffnet. Nach der ersten Saison dieser Beratungsstelle zog man beim Alpenverein eine positive Bilanz und kündigt eine Fortsetzung im Juni kommenden Jahres an. Foto: Anzeiger-Archiv/Kastner

Bischofswiesen – Rund 700 Anfragen beantworteten die Experten der »Alpinen Auskunft« im Bergsteigerhaus Ganz zwischen Juni und September. Somit zog man bei der DAV-Sektion Berchtesgaden nach der ersten Saison des Angebots für Wanderer und Bergsteiger auch ein positives Resümee. Im nächsten Jahr soll es eine Fortsetzung geben.


Die »Alpine Auskunft« war von den Verantwortlichen der DAV-Sektion Berchtesgaden ins Leben gerufen worden, um das Personal in der Geschäftsstelle zu entlasten. Eine Vielzahl von Anrufen während der Sommersaison hatte die Arbeitseffizienz der Angestellten enorm beeinträchtigt. Deshalb rief Sektionsvorsitzender Beppo Maltan diese Anlaufstelle für alpine Fragen nach dem Vorbild anderer Tourismusorte wie Oberstdorf oder Chamonix ins Leben.

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Von dem Angebot profitieren in erster Linie die Touristinfos, aber auch beim Nationalpark hat man sich lobend über die Arbeitsentlastung ausgesprochen. Generell konnte sich jeder im Bergsteigerhaus Ganz Auskünfte über Wetter- und Schneeverhältnisse, zu Wegbeschaffenheiten und Schwierigkeitsgraden der Wander- und Bergsteige oder zu Hüttenübernachtungen einholen.

»Das Konzept der alpinen Auskunft ist aufgegangen«, bilanziert der Alpenverein jetzt in einer Pressemitteilung. Das am 3. Juni eröffnete Infobüro sei ein großer Erfolg gewesen. In den vier Monaten von Juni bis September konnten die versierten Alpinberater – Bergführer, Sektionsvorstände und andere Gebietskenner – etwa 700 Anfragen von Gästen und Einheimischen bearbeiten. Die Alpinberater standen montags bis freitags täglich für drei Stunden persönlich zur Verfügung.

Die meisten Anfragen wurden telefonisch an die Alpinberater gerichtet – nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus dem benachbarten Österreich sowie aus dem gesamten Bundesgebiet. Die meisten Anfragen drehten sich um den Watzmann mit Überschreitung und Ostwand. Beliebt waren auch die viertägige Watzmanntour, die AV-Hütten Wasseralm und Kärlingerhaus sowie das Steinerne Meer. Es gab Fragen zum Staunen und Schmunzeln. Einige Beispiele: »Ich stehe hier am Scheibenkaser vor einem riesigen Schneefeld. Können Sie mir sagen, wie ich zum Einstieg des Hochthronsteiges komme?«; »Können Sie mir sagen, wann und wo ich die röhrenden Hirsche hören kann?«; »Ich befinde mich an der Wegkreuzung Sigeretplatte. Wie muss ich gehen, dass ich zum Kärlingerhaus komme?«; »Ich stehe am Einstieg des Grünsteinklettersteigs und es schüttet, was runter geht. Kann ich da durchgehen?« Langweilig wurde es den Alpinberatern also sicher nicht.

»Rückblickend kann man sagen, dass sich die Tätigkeit der Alpinberater gelohnt hat«, so der Alpenverein. Dort hebt man die gute Zusammenarbeit mit der DAV-Geschäftsstelle sowie mit dem Nationalparkmanagement in puncto Wegsperrungen hervor. Freude deshalb auch bei Sektionschef Beppo Maltan und Alpine-Auskunft-Leiterin Angelika Militzer. Die kündigen bereits jetzt eine Fortsetzung des Angebots im Juni 2014 an. AM/UK