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740 Abc-Schützen starten ihre Schullaufbahn

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Zum ersten Mal auf den Weg zu den Grundschulen im Berchtesgadener Land machen sich am Dienstag 740 Abc-Schützen zusammen mit ihren Eltern. Foto: dpa

Berchtesgadener Land – Noch sind Ferien und die Schulranzen samt Mäppchen und Blöcken liegen in der Ecke. Doch bereits für den kommenden Dienstag werden diese wieder hervorgekramt. Dann beginnt die Schule wieder und 740 Abc-Schützen im Landkreis machen sich mit ihren Eltern zum ersten Mal auf den Weg. Mit dabei haben sie dann nicht nur ihre bunten Schulranzen, sondern auch die reich gefüllte Schultüte.


Im Durchschnitt 20,47 Schüler in einer Klasse

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Die Zahl der Grundschüler wird ebenso wie die der Mittelschüler und der Montessori-Kinder vom Schulamt des Landkreises in Bad Reichenhall erfasst. Insgesamt 4 627 Schüler entfallen auf diesen Bereich. »Das sind heuer 104 Schüler und vier Klassen weniger als im vergangenen Jahr«, erklärt Schulamtsdirektor Frank Thieser. Im Durchschnitt sitzen in den 27 öffentlichen Grund- und Mittelschulen sowie der einen Montessorischule 20,47 Schüler in einer Klasse.

Die Betreuungsangebote der Schulen über die Unterrichtszeit hinaus werden auch im neuen Schuljahr kontinuierlich ausgebaut. »Die Anzahl der Gruppen der Mittagsbetreuung, auch der verlängerten Mittagsbetreuung mit ihrer qualitätvollen Hausaufgabenbetreuung, ist für das Schuljahr 2014/15 weiter gestiegen«, ergänzt Thieser.

Neu im Schuljahr 2014/15 ist die Umsetzung des neuen »Lehrplan-Plus« für die Grundschule. Begonnen wird heuer mit den Jahrgangsstufen 1 und 2, ab dem Schuljahr 2015/2016 folgt dann die Jahrgangsstufe 3 und ab dem Schuljahr 2016/17 die Jahrgangsstufe 4. »Dieser Lehrplan ist kompetenzorientiert, anschlussfähig und servicebewusst gestaltet«, erklärt Thieser die Vorteile des »Lehrplan-Plus«.

Neu in der Grundschule ist ab dem kommenden Schuljahr auch die Möglichkeit, das Zwischenzeugnis in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 durch ein Lernentwicklungsgespräch zu ersetzen.

Die Entscheidung, ob dies an der jeweiligen Grundschule durchgeführt wird, trifft die Schulleitung zusammen mit dem Elternbeirat. Wenn im Einzelfall dann Eltern aber kein Lernentwicklungsgespräch führen möchten, dann wird stattdessen auch ein Zwischenzeugnis ausgestellt.

Weitergeführt wird an der Grundschule in Freilassing das Inklusionsprojekt mit der Tandemklasse in der zweiten und vierten Jahrgangsstufe. Die Schüler in dieser Klasse werden von zwei Lehrkräften unterrichtet, einem Grundschullehrer und einer Lehrkraft für Sonderpädagogik.

Eine große Nachfrage im Mittelschulbereich erfahren weiter die sogenannten M-Klassen, in denen besonders leistungsstarke Schüler den mittleren Schulabschluss erwerben können. »Ihre Schülerzahl hat sich auf hohem Niveau stabilisiert«, freut sich der Schulamtsdirektor über diese Entwicklung.

421 Jugendliche besuchen den M-Zweig

Im kommenden Schuljahr besuchen 421 Schüler in 22 Klassen diesen Schulzweig, 130 davon werden im Juni 2015 an der Abschlussprüfung zum Erwerb der mittleren Reife teilnehmen. Das Modell der vertieften Berufsorientierung wird auch im kommenden Schuljahr an allen Mittelschulen verstärkt durchgeführt: Der Freistaat investiert zusammen mit der Arbeitsagentur wieder beträchtliche Finanzmittel, um bei Schülern der Mittelschule berufliche Schlüsselkompetenzen gezielt zu fördern.

7 705 Lehrerstunden stehen dem Staatlichen Schulamt Berchtesgadener Land zur Versorgung des Unterrichts an den Grund- und Mittelschulen zur Verfügung. Zur Förderung nicht Deutsch sprechender Schüler sind weitere 96 Stunden eingeplant. Für den Aushilfsdienst stehen 482 Lehrerstunden bereit. »Die Gesamtsituation im Schulamtsbezirk Berchtesgadener Land, insbesondere die Klassengröße, die Versorgung mit Lehrkräften beziehungsweise Lehrerstunden, kann als sehr günstig bezeichnet werden«, so Schulamtsdirektor Thieser. apo