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750 000 Euro für altes Feuerwehrhaus

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Bischofswiesen - Das alte Bischofswieser Feuerwehrhaus wird für 750 000 Euro saniert. Diesen Beschluss fasste der Bischofswieser Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend. Unter anderem geplant sind Räume für Jugendliche, Schützen und Musikgruppen. Architektin Eva Wimmer informierte über die geplanten Maßnahmen.


Die Arbeiten sollen 2014 abgeschlossen sein. »Es ist beabsichtigt, das Haus energetisch zu sanieren. Der Brandschutz wird komplett erneuert«, so Eva Wimmer. In den vergangenen Monaten hatte es zahlreiche Besprechungen mit der Gemeindeverwaltung gegeben, da dort der Wunsch bestand, das momentan leer stehende Feuerwehrhaus neu zu nutzen.

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Barrierefreiheit soll im zu sanierenden Haus garantiert werden. »Wir bauen einen Aufzug ein«, sagte Wimmer. Rollstuhlfahrer können künftig ohne Einschränkungen das alte Feuerwehrhaus befahren. Neben einem eigenen Raum für die Bischofswieser Jugend wird ein Schützenbereich ausgewiesen sein. Darüber hinaus erhalten die örtlichen Musikanten einen Proberaum. »Wir achten darauf, dass der Schallschutz garantiert wird«, so Bürgermeister Toni Altkofer. Die Musikanten hätten schon lange den Wunsch nach einem geeigneten Raum.

Je nach Bedarf sollen einzelne Räume, nach Abstimmung, anders genutzt werden dürfen. Etwa dann, wenn Gemeindefeste stattfinden oder Bereiche für Veranstaltungen benötigt werden. Im Obergeschoss entsteht ein Mehrzwecksaal. Alle WC-Einheiten des Gebäudes müssen komplett erneuert werden. Ebenso ist angedacht, die integrierte Hausmeisterwohnung zu überholen. »Wenn wir schon was machen, dann richtig«, sagte Gemeinderat Thomas Resch (Parteilose Gruppe).

Die ehemaligen Tore des Feuerwehrgebäudes werden entfernt, alle Fenster durch neue ersetzt. »Eventuell verpassen wir dem Gebäude ein neues Farbkonzept«, erklärte Eva Wimmer, die diese Prozesse eng mit der Gemeinde abstimmen möchte. Die Grundstruktur des Gebäudes werde weitgehend beibehalten, »von außen betrachtet wird sich kaum etwas ändern«, weiß die Architektin.

Nicht ganz geklärt ist, ob das Gebäude künftig an das gemeindeeigene, bereits existierende Blockheizkraftwerk angeschlossen wird. Alle geplanten Maßnahmen beziffert die Architektin mit 750 000 Euro, wobei ein Teil der Gesamtinvestitionssumme förderfähig sein soll. »Für die energetische Sanierung gibt es Programme, die wir nutzen könnten«, informierte sie. Kaspar Stanggassinger (Parteilose Gruppe) setzte sich in seinem Plädoyer dafür ein, dass der Musik-Proberaum ausschließlich als solcher zum Einsatz kommt. »Dort einen Mehrzweckraum einzurichten, halte ich für wenig sinnvoll«, sagte Stanggassinger. Die örtlichen Musiker hätten einen speziell auf sie zugeschnittenen Raum verdient. Brigitte Kurz (SPD) und Karl-Heinz Repscher (Grüne) vertreten die Ansicht, dass die Räumlichkeiten in Bedarfsfällen auch anderweitig genutzt werden sollen. Oliver Schmidt (CSU) ist da anderer Meinung: »Es kann nicht sein, dass man bereits im Vorfeld versucht, der Musik ihre Räumlichkeit wieder streitig zu machen.«

2. Bürgermeister Bernhard Heitauer (CSU) trug den Vorschlag vor, das alte Feuerwehrhaus auch in Zukunft unter dieser Bezeichnung zu führen. Bis 2014 sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein. kp