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80 Zimmer, 160 Betten, Wellnessbereich

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Nicht ausgeschlossen, dass schon im nächsten Jahr mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten im Ramsauer Hotel »Hochkalter« begonnen wird. (Foto: Voss)

Ramsau – Die Umbaupläne für das Hotel »Hochkalter«, aus dem ein modernes Wellnesshotel werden soll, haben eine weitere Hürde genommen. Der Gemeinderat Ramsau befürwortete jetzt einstimmig den von der US Projektentwicklung UG in Paderborn eingereichten Bauantrag und behandelte die im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Anregungen der Bürger und Behörden. Im Hotel werden nach dem Umbau bis zu 80 Gästezimmer mit bis zu 160 Betten zur Verfügung stehen.


Der Investor plant, das bestehende Hotel »Hochkalter«, das derzeit nicht in Betrieb ist, zu sanieren und in Teilbereichen zu erweitern. Hierzu erfolgt am Nebengebäude eine Verlängerung des Traktes von rund zwölf Metern und eine Erhöhung um rund 3,90 Meter. Im westlichen Bereich des Nebengebäudes erfolgt auf einer Länge von 7,50 Metern keine Erhöhung. Es ist auch eine zentrale Erschließung an der Ostseite durch den Einbau von Aufzügen und eines Treppenhauses geplant. Zudem sollen im nördlichen Grundstücksbereich eine Tiefgarage beziehungsweise Stellplätze errichtet werden.

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Um Fragen aus dem Gemeinderat vorzugreifen, stellte Projektentwickler Hans Maronna die Philosophie des Hauses, den Urlaub im Einklang mit der umgebenden Landschaft zu verbringen, vor. Aus dieser Sichtweise erkläre sich die teilweise sehr großzügige Verglasung im Bereich des Aufzuges, der Flure und des Wellnessbereiches.

Franz Schwab (CSU) erkundigte sich, ob bedacht worden sei, dass es durch die Glasfassaden im Wellnessbereich zu nicht gewünschten Einblicken von der nahe gelegenen Bundesstraße 305 kommen könne. Dieses Problem sei durch teilweise verspiegelte Flächen zu lösen, gab Hans Maronna zur Antwort. Christian Riel (CSU) sprach der vorgestellten Planung seinen höchsten Respekt aus, das Projekt füge sich optimal ein. Als Geschäftsführer der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH wisse er zu schätzen, dass bei der Planung auch an die Errichtung eines Skikellers gedacht wurde, was für ihn ein Zeichen sei, dass mit dem Hotel auch der Wintertourismus angekurbelt werden solle. 2. Bürgermeister Rudi Fendt (Ramsauer Wahlblock) sieht die Planung auf einem guten Weg und dankte dem Investor für sein Durchhaltevermögen. Sebastian Karl (Ramsauer Wahlblock) fragte nach dem geschätzten Baubeginn und nach der Bauzeit. Die Planung des Investors sieht so aus, dass vielleicht schon Anfang 2017 mit dem Umbau begonnen werden kann. Die Bauzeit wird rund zwei Jahre betragen.

Ohne Gegenstimme erteilte der Gemeinderat schließlich sein Einvernehmen mit dem Bauantrag. Ebenso einstimmig war schließlich der Billigungs- und Auslegungsbeschluss, mit dem der Gemeinderat die Verwaltung und das Planungsbüro beauftragte, die zuvor beschlossenen Punkte in die Bauleitplanung einzuarbeiten. Der Gemeinderat hatte zuvor die im Rahmen der öffentlichen Auslegung des neu zu erstellenden Bebauungsplans »Hotel Hochkalter« eingegangenen Stellungnahmen von Bürgern und Behörden behandelt. Insgesamt war das Projekt gegenüber der ersten Planung deutlich reduziert worden. Unter anderem wird auf die Errichtung eines Blockhauses sowie eine überbaubare Grundstücksfläche im westlichen Grundstücksbereich verzichtet. Darüber hinaus ist eine Hecke als Sichtschutz zu den Nachbargrundstücken geplant. Bedenken aus ortsplanerischer Sicht hatte im Anhörungsverfahren erneut das Landratsamt geäußert. Ulli Kastner