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90 Jahre Herz-Jesu-Kirche

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Bischofswiesen feierte das 90-jährige Bestehen der Herz-Jesu-Kirche. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Mit einem Festgottesdienst in der herrlich geschmückten Kirche feierte man an Mariä Himmelfahrt in Bischofswiesen 90 Jahre Herz-Jesu-Kirche. Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kirchenchor Bischofswiesen unter Leitung von Angela Hanke. Nach dem vom Bischofswieser Pfarrer Bernhard Bielasik zelebrierten Festgottesdienst waren die Gläubigen zu einem Stehempfang am Kirchenvorplatz eingeladen.


Dem Bau der Herz-Jesu-Kirche in Bischofswiesen ging eine langjährige Planung mit der Gründung eines Kirchenbauvereins voraus. Für die Berchtesgadener Kapläne war der fast dreistündige Weg hinauf zum Loipler Kircherl vor der Zeit der Automobile eine zeitaufwendige Herausforderung. Als Kaplan Joseph Ametsbichler nach Bischofswiesen kam, galt dessen großes Bestreben daher dem Bau einer Kirche in Bischofswiesen. Im September 1924 erfolgte schließlich der erste Spatenstich. Als Architekt konnte Architekt Professor Georg Metzendorf gewonnen werden. Am Weihetag, dem 15. August 1926, verließen erst beim Eintreffen der Festgäste die letzten Arbeiter und Putzerinnen die Kirche. Im Inneren war noch nicht alles fertig, aber in Zeiten der Weltwirtschaftskrise war das nebensächlich.

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Neben Geldern vom Erzbischöflichen Ordinariat und der Landeskirchensammlung trug auch die Bevölkerung wesentlich zur Finanzierung des Kirchbaus bei. In den Jahren danach wurde die Kirche immer schöner und schmuckvoller. Nachdem der Zahn der Zeit auch an einer Kirche nagte, fand in den Jahren 1996 bis 2001 eine Außenrenovierung und technische Instandsetzung sowie eine neue Raum- und künstlerische Umgestaltung statt.

Viele große und kleine Spender, Erlöse aus Veranstaltungen, die Unterstützung der politischen Gemeinde und öffentlicher Stiftungen und Institutionen zeugen seit vielen Jahrzehnten vom Interesse, das mühsam Erbaute der Vorfahren zu wahren, zu sichern und zu mehren. Der Erlös aus den Spenden der über 100 Kräuterbüscherl, die vom Arbeitskreis »ländliche Entwicklung« und vom Pfarrgemeinderat gesammelt und gebunden wurden, wird für ein neues Marienmessgewand verwendet. Christian Wechslinger