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9,34 Prozent unterschreiben

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Zwei Wochen lang konnten sich Bürger in die Listen gegen Studiengebühren eintragen. Foto: Anzeiger/Kastner
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Die Ergebnisse des Volksbegehrens gegen Studiengebühren für den Landkreis Berchtesgadener Land. Quelle: Landratsamt Berchtesgadener Land

Berchtesgaden - Das Volksbegehren gegen Studiengebühren ist erfolgreich beendet worden. Ziel war es, über 10 Prozent der Stimmberechtigten zum Unterschreiben zu bewegen. Im Berchtesgadener Land trugen sich von 74 411 Stimmberechtigten 6 961 gegen Studiengebühren in die Listen ein. Das entspricht einem Ergebnis von 9,4 Prozent. Im Talkessel blieb die Beteiligung insgesamt verhalten. Nur in Marktschellenberg und in der Ramsau wurde die Zehn-Prozent-Hürde geknackt.


Michael Koller, stellvertretender Kreisvorsitzender der Freien Wähler Berchtesgadener Land (FW) freut sich, dass es nun geklappt hat und der erste Schritt zur Abschaffung der Studiengebühren getan ist. »Die Menschen haben ihr Recht der direkten Demokratie wahrgenommen.« Das sei ein gutes Zeichen.

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Bis zuletzt waren in vielen Gemeinden nur wenige Unterschriften abgegeben worden. Erst in den letzten Tagen wurde der Zulauf größer, wie aus den Gemeinden zu erfahren war. Vor allem große Studentenstädte warten mit einem guten Endergebnis auf. Im südlichen Landkreis blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. In Berchtesgaden beteiligten sich 497 Personen am Volksbegehren (8,79 Prozent), in Schönau am Königssee waren es 380 (9,48 Prozent), in Bischofswiesen 499 (8,36 Prozent). Nur in zwei Talkesselgemeinden wurden die zehn Prozent geknackt. In Marktschellenberg haben sich 134 Personen beteiligt (10,33 Prozent), Ramsau war der Spitzenreiter. 145 Bürger gingen in die Gemeinde, um ihre Unterschrift zu leisten (10,89 Prozent). Kilian Pfeiffer