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Österreichischer Investor will Villa Schön abreißen und durch Neubauten ersetzen lassen

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Schön Villa Berchtesgaden
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Die Villa Schön soll abgerissen und durch vier Neubauten ersetzt werden. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Der österreichische Investor Martin Harlander will die auf einem kleinen Hügel befindliche Villa Schön aus dem 19. Jahrhundert abreißen lassen. Auf dem großen Gelände, das unter anderem aus einem alten Laubwald besteht, sollen vier Wohnhäuser mit insgesamt 34 Eigentumswohnungen verwirklicht werden.


Im Internet ist der Widerstand groß, nun hat Berchtesgadens Bürgermeister eine Aussprache mit Informationsmöglichkeit für morgen Mittwoch um 17 Uhr im Berchtesgadener Rathaus angesetzt.

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Ein Teil des Waldes zwischen Bayerstraße und Hanielstraße soll entfernt werden, bestätigte ein Sprecher der Harlander Baumanagement GmbH auf Nachfrage. Die Wohnhäuser sollen Tiefgaragen erhalten, um ausreichend Platz für Fahrzeuge gewährleisten zu können.

Das Bauland befindet sich im Innenbereich, wie der Geschäftsleiter des Marktes Berchtesgaden, Anton Kurz, bestätigt. Seitens der Gemeinde gab es bereits grünes Licht für das Projekt. Auf dem Grundstück besteht Baurecht. Die Unterlagen befinden sich aktuell im Landratsamt zur Überprüfung. Sobald es für das ambitionierte Großbauprojekt ein »Okay« gibt, könnten die ersten Arbeiten beginnen, heißt es.

Im Internet regt sich hingegen Widerstand.

»In Berchtesgaden entsteht ein zweites Sylt. Es wird Zeit, den Bürgermeistern im Talkessel endlich die Rote Karte zu geben«, schreibt einer. »Man muss sich fragen, wie weit der Ausverkauf Berchtesgadens noch geht«, schreibt eine andere. Auch Bürgermeister Franz Rasp hat sich auf der sozialen Plattform Facebook bereits geäußert, er schreibt: »Ich glaube, hier wird viel Wahres, aber auch viel Unwahres geschrieben.«

Rasp bietet an, morgen Mittwoch um 17 Uhr im Rathaus von Berchtesgaden über das Thema zu diskutieren. »Sollte das Thema sehr großes Interesse auf sich ziehen, bin ich auch gerne bereit, dazu eine eigene Informationsveranstaltung anzusetzen«, kündigte Rasp an.

Kilian Pfeiffer