weather-image
13°

Übung in der Tennishalle

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Nur eine Übung: ein Brand in der ehemaligen Tennishalle in Bischofswiesen. Foto: privat

Bischofswiesen (FB) - Kurz vor dem Abriss der Tennishalle im Bischofswieser Ortsteil Winkl konnte die Feuerwehr Bischofswiesen eine große Feuerwehrübung durchführen. Angenommen wurde ein Brand mit mehreren vermissten Personen.


Beim Eintreffen der Feuerwehr drangen dichte Rauchschwaden aus dem Obergeschoss der ehemaligen Tennishalle beim Panorama Park in Bischofswiesen-Winkl.

Anzeige

Der Einsatzleiter, Georg Graßl von der Feuerwehr Bischofswiesen, führte sofort eine Erkundung durch. Nachdem das Ausmaß schnell ersichtlich war, ließ er sofort zwei Abschnitte bilden: Menschenrettung und Wasserversorgung. Es mussten zehn Personen aus dem Wohnbereich der Tennishalle gerettet werden. Dies war nur mit schwerem Atemschutz möglich. Mehrere Trupps von den Feuerwehren Bischofswiesen, Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall machten sich auf die Suche nach den Verletzten.

Dabei wurden die Atemschutzgeräteträger auch durch modernste Technik unterstützt: Wärmebildkameras. Mit diesem Hilfsmittel ist es möglich, durch den Rauch hindurchzusehen. Dadurch konnte der jeweilige Trupp sofort die vermissten und zum Teil verletzten Personen ausmachen und retten. Die Rettung erfolgte zum Teil über tragbare Leitern, aber auch über die Drehleiter aus Reichenhall. Weitere Personen wurden von den Atemschutzgeräteträgern über das Treppenhaus nach draußen gebracht.

Auch der Brand musste von den Atemschutztrupps bekämpft werden. Eine erste Wasserversorgung konnte durch den Einsatz der Tanklöschfahrzeuge sichergestellt werden, bevor eine Wasserversorgung über einen nahegelegenen Hydranten sichergestellt werden konnte.

Nach gut einer Stunde konnte die Übung beendet werden und der Übungsleiter Josef Walch, Kommandant der Feuerwehr Bischofswiesen, zog ein positives Resümee. »Ein großer Brand mit mehreren verletzten Personen verlangt von uns enorme Leistungen ab. Wir sind froh, diese Szenarien immer wieder üben zu können, damit wir für den Ernstfall bestens gerüstet sind«, so Walch.