weather-image
13°

Abiturjahrgang mit 14 Einser-Absolventen

5.0
5.0
Bildtext einblenden
58 junge Damen und Herren legten am Gymnasium Berchtesgaden erfolgreich die Reifeprüfung ab. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
Bildtext einblenden
Die besten Noten beim diesjährigen Abitur erzielten (v.r.) Cornelia Leubner (Notendurchschnitt 1,3), Marlen Blasche (1,3), Linda Kropp (1,0) und Jonas Langenhorst (2.v.l./1,3). Darüber freuten sich auch Schulleiter Andreas Schöberl (M.) und Kollegstufenbetreuer Gerhard Schiener (l.).

Berchtesgaden – Ein teilweise nicht einfacher, aber am Ende sehr erfolgreicher Jahrgang von 58 jungen Menschen bestand am Gymnasium Berchtesgaden das Abitur. Alle Absolventinnen und Absolventen bekamen am Freitagnachmittag die Reifezeugnisse ausgehändigt. Teilweise drückten die Schülerinnen und Schüler ihre Freude über das letzte Zeugnis ihrer Schullaufbahn mit starker Emotion aus.


Die Aula im Gymnasium am Anzenbachfeld war bei der diesjährigen Abschlussfeier des Abiturjahrgangs 2013 dicht gefüllt. Es war auch im Gegensatz zum letzten Jahr eine große Freude, dass alle Prüflinge bestanden haben. Man wertete dies neben den Leistungen der Schülerinnen und Schüler auch als Verdienst der Lehrerschaft.

Anzeige

Nach einem Lied aus dem Musical »König der Löwen« begrüßte stellvertretender Schulleiter Markus Spiegel-Schmidt die Festgäste und erwähnte als Vergleich mit der Schullaufbahn den Begriff »Berchtesgadener Spur«, der den direkten Weg zum Gipfel beschreibt. Im weiteren Verlauf der feierlichen Entlassungsfeier war auch immer wieder die Rede von Geduld und Beharrlichkeit – Attribute, die ebenfalls zum Erfolg führen können. Es gehörten auch Rückschläge und Umwege zum menschlichen Leben, sagte Spiegel-Schmidt. Nach jedem Rückschlag gebe es jedoch die Chance zum Neubeginn.

Eine erste große Hürde sei mit dem Erreichen des Reifezeugnisses geschafft, aber fortan gelte es, wieder neue Wege zu beschreiten. »Glaubt immer an euch und eure individuellen Fähigkeiten, verliert nie das Ziel aus den Augen«, gab Spiegel-Schmidt seinen Entlass-Schülern mit auf den weiteren Lebensweg. Alle sollten sich angewöhnen, das bekannte halbe Glas nicht als »halbleer«, sondern als »halbvoll« anzusehen. Auch gelte es nach verschiedenen Richtungen zu pendeln, um das Blickfeld zu erweitern.

Mehrere Schülerinnen und Schüler zeigten im Verlauf der Feier beeindruckende musikalischen Darbietungen. So Wolfgang Hirtl mit seinem Gesangs- und Gitarrensolo »The Old Man«, Johannes Daxberger mit einer geblasenen »Syncopation«, Maria Bernegger und Lena Schmidt mit einem herrlichen Gesangsduett, Jonas Langenhorst und Marlen Blasche mit »Romanza« und schließlich Roxana Jochheim mit dem beeindruckenden Lied »I still believe«. Landratsstellvertreter Rudolf Schaupp, in dessen Amtszeit als Bürgermeister des Marktes Berchtesgaden das neue Gymnasium gebaut worden war, gratulierte den Abiturienten und bezeichnete sie als »reif für das Leben«. Das bayerische Abitur beurteilte Schaupp als Qualitäts-Siegel, um das sich Wirtschaft, Industrie, Handel, Dienstleister und dergleichen reißen würden.

Marktbürgermeister Franz Rasp kam als begeisterter Wintersportler noch einmal auf die »Berchtesgadener Spur« zu sprechen und empfahl den Absolventen, herauszutreten aus der Komfortzone und vor allem immer Geduld und Zuversicht walten zu lassen. Die Aufforderung »Haltet euch fern von Rockmusik« in Anspielung auf mehrere Leserbriefe im »Berchtesgadener Anzeiger« sorgte natürlich für Erheiterung.

Schulleiter Andreas Schöberl beleuchtete die Umstände um das achtjährige Gymnasium, das sich jetzt nach drei Jahren eingependelt zu haben scheint. Im Mittelpunkt seiner Rede standen die wertvollen digitalen Hilfen, die jedoch nie Ersatz für Heft, Buch oder gar Lehrer sein könnten. Schon wegen der Entwicklung der sozialen Kompetenzen sei der Weg zur Schule unabdingbare Voraussetzung. Schöberl hält den Menschen bei der Bildung für den wichtigsten Faktor. Schöberl zusammenfassend: »Hütet euch vor der sozialen Vereinsamung in einer allzu digitalisierten Welt.« Der Schulleiter empfahl den Abiturienten weiters, den Studiumstart nicht zu unterschätzen. Die Unis verlangten Höchstleistungen, am Ende eines jeden Semesters an einer TU stehe so etwas wie ein Abitur. Einser-Abiturientin Linda Kropp sprach zusammen mit Jonas Langenhorst für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Dabei kam Ernstes, aber vor allem so manch lustige Anekdote der Zeit am Gymnasium zur Sprache. Abschließender Höhepunkt der Entlassungsfeier war die Ausgabe der Zeugnisse durch Schulleiter Andreas Schöberl und Kollegstufenbetreuer Gerhard Schiener. Für die Besten und Engagiertesten gab es besondere Auszeichnungen (siehe Kasten). Linda Kropp, Cornelia Leubner, Jonas Langenhorst und Marlen Blasche, die die besten Abschlussnoten erreicht hatten, werden von den Talkessel-Bürgermeistern zu einem Abendessen ins »Intercontinental Resort Berchtesgaden« eingeladen. Christian Wechslinger