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Absturz am Hirschenlauf

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Schönau am Königssee – Schwere Verletzungen zog sich gestern Nachmittag ein Mitglied einer auswärtigen Alpenvereins-Wandergruppe bei einem Absturz auf dem Unteren Hirschenlauf zu. Die Bergwacht Berchtesgaden barg den 78-jährigen Mann aus Nordrhein Westfalen mit Unterstützung des Polizeihubschraubers.


Die inklusive der drei Wanderleiter 15 Personen starke Wandergruppe war am Samstag gegen 16 Uhr mit der Jennerbahn aufgefahren und zum Schneibsteinhaus abgestiegen, wo man übernachtete. Am Sonntag gegen 7.30 Uhr brach die Gruppe auf, um über den Unteren Hirschenlauf und die Gotzenalm zur Wasseralm zu gehen. Dabei kam es zu dem Unfall.

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Ein 78-jähriger Teilnehmer rutschte aus unbekannten Gründen aus und stürzte rund 30 Meter über steiles, unwegsames Gelände ab. Ein Wanderleiter stieg sofort mit Seilsicherung zu dem Schwerverletzten ab und übernahm die Erstversorgung. Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden versuchten wenig später, den Mann mithilfe des Rettungshubschraubers »Christoph 14« zu bergen, was aber wegen der fehlenden Seilwinde nicht möglich war.

Man bat deshalb einen zufällig in der Region anwesenden Polizeihubschrauber um Unterstützung. Die von der Bergwacht schon vorbereitete Seilbahn für die Bergung des Verunglückten kam nicht mehr zur Anwendung. Vielmehr barg der Polizeihubschrauber den 78-Jährigen mit der Seilwinde und brachte ihn ins Krankenhaus nach Traunstein. Die Bergwacht war insgesamt mit rund zehn Einsatzkräften gefordert.

Ein Bergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden übernahm die Ermittlungen. Die Wandergruppe setzte ihre Tour in Richtung Gotzenalm und Wasseralm fort. Ulli Kastner