weather-image
23°

Alles gut – auch Ende gut

2.6
2.6
Bildtext einblenden
Der letzte Glühwein nach dem wieder gelungenen und schon 7. Berchtesgadener Advent schmeckt besonders gut (v.l.): Maria Hölzlwimmer, Geschäftsführerin Brigitte Zobel, Peter Hettegger, Helmut Hölzlwimmer, Bernhard Hollrieder sowie Evi und Stefan Schlagbauer. (Foto Meister)

Berchtesgaden – Der letzte Glühwein schmeckt vermutlich am besten, vor allem, wenn er am Ende von erfolgreichen Wochen genossen werden kann. Für Brigitte Zobel und ihre Mitstreiter von der Berchtesgadener Advent GmbH trifft das sicherlich zu. Einige von ihnen trafen sich am Frühnachmittag des Silvestertages zu eben diesem letzten Glühwein, auch um erste Bilanz zu ziehen. Auch wenn es keine konkreten Zahlen gibt, war man sich doch einig, dass auch diese Auflage des Berchtesgadener Advents eine überaus erfolgreiche war.


Rund 350 »normale« Tannen und 15 große dazu sowie 320 Fichten für das Labyrinth auf dem Schlossplatz haben den Adventsmarkt in diesem Jahr begleitet. Brigitte Zobel hat diese Zahlen sofort bereit, weil sie in den vergangenen Wochen oft danach gefragt wurde. Weil, so hätten es ihr markterfahrene Gäste immer wieder bestätigt, kaum ein anderer Advents-, Weihnachts- oder Christkindlmarkt mit einer solchen Fülle habe glänzen dürfen. Aber das ist nur ein Punkt der fortgeschriebenen Erfolgsgeschichte.

Anzeige

»Das waren wieder erfolgreiche Wochen«, sagt Brigitte Zobel schlicht. Das Wetter sei wieder gut gewesen, mehr Busse als im vergangenen Jahr habe man begrüßen dürfen, die Investitionen vor allem in die Restaurierung mancher Hütten seien wie der gesamte Markt gut angenommen worden. Das seien nur einige Hintergründe für den erneuten Erfolg der Initiative.

»Die Leute lieben unseren Markt, weil er ihnen keine Hektik aufzwingt, wie anderswo«, sagt Brigitte Zobel. In Berchtesgaden schlendere man an den Ständen vorbei. Dort selbst gebe es keine Dultware, sondern qualitativ hochwertige Angebote, man dürfe die besondere Atmosphäre einfach genießen. Das hätten ihr viele Gäste bestätigt. Und oft habe sie, sagt Brigitte Zobel, das Wort »heimelig« gehört, der Berchtesgadener Advent sei ein heimeliger Markt, das bewerte sie als besonderes Kompliment. Sie persönlich habe empfunden, auch weil man im Vorfeld schon mehr in Österreich geworben hatte, dass in diesem Jahr noch mehr Gäste aus der Nachbarschaft begrüßt werden konnten.

Neu war diesmal, dass auch die Standbetreiber am Schlossplatz in die Erweiterung bis Silvester eingebunden waren. Und ansonsten könne sie nur fast die gleiche Liste der erfolgreichen Bestandteile des Marktes abliefern wie im vorigen Jahr. Das Weihnachtslabyrinth auf dem Schlossplatz sei sehr gut angenommen worden und kaum dem Leerstand ausgesetzt gewesen, der Emmaus-Weg sei fleißig bewandert worden, der Kindermarkt im »Neuhaus«-Garten habe regen Besuch erfahren und letztlich sei auch der »Kleintierzoo« gut angekommen. Der Esel habe regelmäßig nicht nur von großen und kleinen Marktgästen Besuch bekommen, sondern auch gern aus dem Nachbargehege von den beiden Ziegen, die dem Grautier dabei so viel Heu weggefressen hätten, dass sie abends nicht mehr durch das Zaungitter passten.

Die kritischen Tage waren keine regional begründeten. Nach dem Terroranschlag von Berlin war auch in Berchtesgaden die Bundespolizei einige Tage vor Weihnachten im Einsatz. Bei allem Ernst, den dieser Einsatz gebot, freuten sich die Organisatoren des Berchtesgadener Advents doch über die Reaktionen der Polizeikräfte, die sich der Hilfsbereitschaft der Bürger und genauso den Angeboten zur Stärkung des leiblichen Wohls seitens der Standbetreiber versichert sein duften.

Am Ende einer erfolgreichen Saison wirft man den Blick voraus, denkt an das nächste Spiel. Brigitte Zobel und ihre Mitstreiter natürlich ebenso. Was erfolgreich lief, muss nicht verändert werden, höchstens verbessert. Vieles ist schon angedacht, aber vielleicht noch nicht völlig spruchreif. So stehen beispielsweise die am längsten dienenden Hütten am Schlossplatz auf der Renovierungsliste. Dieser Teil des Marktes soll sich künftig noch schöner präsentieren.

»Wir wollen so weitermachen, in dieser Qualität.« Und wie bisher in enger Abstimmung mit der Marktgemeinde und auch Guido Burkhardt von der Schlossverwaltung, sagt Brigitte Zobel. Dieter Meister