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Als Filmemacher unterwegs nach Patagonien

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Samuel Renner (l.) aus Ramsau begleitet den österreichischen Extremradsportler Michael Strasser (3.v.l.) von Mexico nach Patagonien. (Foto: privat)

Ramsau – Der Ramsauer Student Samuel Renner begleitet den österreichischen Extremradsportler Michael Strasser auf seinem Weltrekord- und Charityprojekt Ice2Ice.


Samuel Renner ist eigentlich Student für Marketing. Seit nun mehr fast zwei Monaten begleitet er den Extremsportler Michael Strasser als Kameramann auf seinem Weg nach Patagonien. Ice2Ice nennt sich das Weltrekordprojekt. Strasser hat sich im Juli 2018 in Prudhoe Bay in Alaska auf sein Fahrrad gesetzt und will nun in 90 Tagen nach Ushuaia in Patagonien radeln. Der derzeitige Rekord für dieses 23 000 Kilometer lange Strecke liegt bei 99 Tagen. Ziel des Projekts ist das Sammeln von Spenden für die weitere Erforschung der krankheit ALS.

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Strasser wird von einem vierköpfigen Team begleitet. Vor ungefähr sieben Wochen musste der Kameramann abbrechen, da er erkrankt war und eine Genesung bei diesen extremen Bedingungen nicht möglich war.

Strasser startete über Social Media einen Aufruf, dass er einen neuen Kameramann suche. Die Crew um Strasser war von den von Samuel renner produzierten Filemn und Videos so begeistert, dass sie renner den Job für die restliche Zeit anboten. Ab dann musste es schnell gehen, Samuel hatte exakt drei Tage Zeit nach Mexiko zu fliegen, um auf das Team zu stoßen und seine Arbeit zu beginnen. Es blieb nicht viel Zeit, dafür aber eine Menge Arbeit, die Strasser's Heimatteam in Österreich organisieren musste. Renner brauchte zum Beispiel Visa und einen internationalen Führerschein.

Renner, der 2017 sein Abitur am CJD Christophorus Gymnasium am Dürreck absolviert hat und seit dem Marketing und Social Medial studiert, ist bekannt für seine spektakulären Videos und hat sich mit seinen Filmen im Extremsport bereits einen Namen gemacht. Er ist selbst sozial engagiert und hatte bereits Anfang des Jahres ein Crowfounding-Projekt zur Hilfe von Familien in Kirgistan gestartet. Renner war damals selbst in Kirgistan, um sich vor Ort ein Bild über die Situation zu machen und das Projekt zu betreuen.

Das Ganze Projekt ist nicht nur für Strasser eine gewaltige Herausforderung, bei der er täglich über seine Grenzen hinaus wachsen muss – auch das Team hat eine anstrengende Zeit. Wenig schlaf, ständiger Klimawechsel, leben und arbeiten auf engstem Raum. In den letzten sieben Wochen hat Renner zehn Länder bereist, darunter Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Columbien, Ecuador, Peru, und Chile. Er hat diese Länder dadurch auch aus einer anderen Sichtweise kennen gelernt und musste zum Teil mit extremen Bedingungen zurechtkommen.

Für Renner ist dieses Projekt von Strasser eine sehr große Chance, denn die produzierten Videos und Bilder werden nicht nur auf sämtlichen Social Media Kanälen ausgestrahlt, sondern auch einmal pro Woche auf ORF übertragen. Für seine Karriere ist dieses Projekt ein Schritt nach vorne. fb