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Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde des Heimatmuseums Berchtesgaden

Alter Vorstand mit neuen Projekten

Berchtesgaden – Bei der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde des Heimatmuseums Berchtesgaden wurde der alte Vorstand im Amt bestätigt. Vorsitzender Dr. Hermann Amann blickte auf das vergangene Vereinsjahr zurück und hielt Ausblick auf die vielfältigen Pläne des Vereins und des Museums.

Der alte ist der neue Vorstand: (v.l.) Linda Pfnür, Dr. Hermann Amann und Fritz Schelle. Schriftführerin Irmi Schöner-Lenz fehlt auf dem Foto. (Foto: Merker)

Zahlreiche Freunde des Heimatmuseums waren zur Mitgliederversammlung erschienen, darunter der Ramsauer Bürgermeister Herbert Gschoßmann, der zweite Berchtesgadener Bürgermeister Bartl Mittnern, die dritte Bürgermeisterin aus Schönau am Königssee, Elisabeth Rasp sowie der zweite Bürgermeister von Bischofswiesen, Thomas Resch.

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Vorsitzender Dr. Hermann Amann begrüßte die Anwesenden und bevor er die Namen der neuen Mitglieder verlas, gedachte man den verstorbenen Mitgliedern Peter Achaz Reimers, Günther Schödel, Josef Beierl und Günther Gödde. Die Mitgliederzahl liegt, dank der Neuzugänge, nach wie vor über 200. Da Museumsleitern Friederike Reinbold wegen einer Fortbildung an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, übernahm Dr. Amann in ihrem Auftrag auch den Bericht aus dem Museum.

Das letzte Vereinsjahr begann mit der Ausstellung »Zwischen Himmel und Erde«, die im Kabinett des Schloss Adelsheim von Fritz Schelle organisiert worden war. Engel aller Art, darunter auch der »gefallene« Engel aus der Stiftskirche, wurden thematisch geordnet gezeigt. Im März spielte die Marktbühne im Anbau die Kästner-Komödie »Drei Männer im Schnee«.

Den ganzen Sommer über war im Anbau die von der Freiwilligen Feuerwehr Berchtesgaden zusammengestellte Ausstellung anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens zu sehen. Im Kabinett veranstaltete der Berchtesgadener Künstlerbund seine Sommerausstellung. Auch dieses Jahr übernahm der Verein die Eintritte aller Besucher am internationalen Museumstag und am Tag des offenen Denkmals.

Die Eintritte der Mitglieder werden laut Beschluss ebenfalls vom Verein übernommen. Zusammen mit dem Heimatkundeverein gab es zwei Vereinsausflüge, einer zum Buchheimmuseum und das andere Mal zum ehemaligen Chorherrenstift Beuerberg.

Derzeit läuft die Ausstellung »Wild Life Art«, die noch vom verstorbenen Beirat Peter Achaz Reimers konzipiert und zusammengestellt wurde. Die Ausstellung wurde schon in Oldenburg gezeigt und geht anschließend weiter nach Mainz. Bedeutende europäische Künstler der »Wild Life Art« zeigen ihre beeindruckenden Tierdartsellungen. Die wilden Tiere in dem bestechendem Realismus faszinieren.

Die beiden Kassenprüferinnen Gabi Köppl und Renate Rauscher empfahlen die Entlastung des Vorstandes, die erteilt wurde. Der alte Vorstand wurde unter der Wahlleitung von Ernst Wittmann einstimmig wiedergewählt. Erster Vorsitzende bleibt Dr. Hermann Amann, zweiter Vorsitzender Fritz Schelle. Das Amt der Kassierin übernimmt wiederum Linda Pfnür und als Schriftführerin wurde Irmi Schöner-Lenz bestätigt. Einige Projekte, die gerade in Bearbeitung sind, will der Vorstand gut zu Ende bringen. Dazu zählt die geplante Renovierung der Eingangstür des Schloss Adelsheim, aber auch die eventuell durch eine Schenkung zu erwartende Erweiterung des Bestandes, der dann entsprechend präsentiert werden soll.

Der Kulturkreis Berchtesgaden wird zwischen Weihnachten und Dreikönigstag eine Jubiläumsausstellung mit Bildern aus dem Raum Berchtesgaden organisieren und auch die Marktbühne wird wieder Gast im Museum sein. Im nächsten Jahr präsentiert die Künstlerin Carola Thiersch ihre atmosphärischen Bilder und ihre Silberarbeiten und der Oldenburger Künstler Helmut Lindemann stellt seine skurrilen Maschinen aus. Geplant ist auch eine Werkschau des Künstlers Gottfried Rasp, der zum Beispiel das Fastentuch der Stiftskirche entworfen hat. Dr. Amann blickte im Auftrag von Friederike Reinbold auch in das Jahr 2018, für das schon einige Veranstaltungen angedacht sind. So sollen archäologische Funde aus der Region gezeigt werden und das Leben und die volkskundliche Sammlung des Architekten Franz Zell beleuchtet werden.

Fritz Schelle plant eine Ausstellung über die Veränderung des Marktes Berchtesgaden unter der NS-Zeit. Der erste Vorsitzende konnte von der nun auch im Detail fertiggestellten Präsentation in der Hauskapelle des Schlosses berichten und erklärte, warum sich die geplante Neupräsentation der Beinarbeiten verzögerte. Hier hängt es an der Landesstelle für die nicht-staatlichen Museen. Auch dank der engagierten Freunde des Heimatmuseums spielt das Museum Berchtesgaden mit den wechselnden Ausstellungen eine wichtige Rolle im kulturellen Leben Berchtesgadens. Christoph Merker