weather-image
28°

Am Rinnkendlsteig in Bergnot

Schönau am Königssee – Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Rettungshubschraubers »Christoph 14« aus Traunstein haben am Mittwochabend zwei erschöpfte und vom Regen völlig durchnässte Frauen per Rettungstau aus dem Rinnkendlsteig oberhalb des Königssees gerettet. Die Flüge gestalteten sich zunehmend schwieriger, da das Wetter kontinuierlich schlechter wurde und immer mehr Nebel einfiel.

Per Rettungstau-Einsatz retteten Bergwacht und Hubschrauberbesatzung des »Christoph 14« zwei Frauen vom Rinnkendlsteig. Foto: BRK BGL

Die 30 und 50 Jahre alten Wanderinnen waren nach rund drei Stunden Fußmarsch von St. Bartholomä aus in rund 1 150 Metern Höhe so erschöpft und vom Regen durchnässt, dass sie nicht mehr weiterkamen. Die Leitstelle Traunstein alarmierte gegen 17.15 Uhr die Bergwacht Berchtesgaden, die zunächst per Geländefahrzeug über Kühroint in Richtung Einsatzstelle fuhr und dann zu Fuß zu den Frauen weiterging. Vor Ort kümmerten sich die drei Bergretter um die in Not Geratenen. Da die Ältere zusätzlich mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte, forderte der Einsatzleiter gegen 18.30 Uhr den Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« nach.

Anzeige

Die Besatzung landete am Ausbildungszentrum Kühroint der Bundespolizei, montierte dort das Rettungstau und holte in zwei Anflügen die beiden Frauen und die Bergretter von der Einsatzstelle ab. Da der Zwischenlandeplatz auf Kühroint vom Nebel eingehüllt wurde, musste der Pilot auf die Wiese an der Kunsteisbahn am Königssee ausweichen und die Frauen und die Bergwacht-Luftretter dort absetzen. Einsatzkräfte der Bundespolizei brachten den Notarzt und die zusätzliche Ausrüstung des Rettungshubschraubers per Geländefahrzeug ins Tal nach Ramsau, wo sie der Pilot am Rückflug nach Traunstein abholen konnte.

Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm die 50-jährige Frau aus der Nähe von Augsburg am Königssee und brachte sie zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Berchtesgaden. Die 30-Jährige wurde von der Bergwacht nach Hause gebracht. ml